{"id":10003,"date":"2016-11-07T00:26:52","date_gmt":"2016-11-06T22:26:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=10003"},"modified":"2020-11-14T23:29:55","modified_gmt":"2020-11-14T21:29:55","slug":"kriegsgefahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=10003","title":{"rendered":"Kriegsgefahr"},"content":{"rendered":"<p>In seiner lesenswerten Einleitung zum gerade erschienenen <strong>&#8222;Kritischen Jahrbuch 2016\/17 &#8211; Nachdenken \u00fcber Deutschland&#8220; <\/strong>schreibt Albrecht M\u00fcller:<\/p>\n<p><em>&#8222;Die Kriegsgefahr ist gr\u00f6\u00dfer geworden. An der Spirale der Kriegshetze und Kriegsvorbereitung wird st\u00e4ndig weitergedreht. \u201eDie Bev\u00f6lkerung wird angehalten, einen individuellen Vorrat an Lebensmitteln von zehn Tagen vorzuhalten\u201c, hei\u00dft es in der \u201eKonzeption zivile Verteidigung\u201c, die das Bundesinnenministerium erarbeitet hat. Den meisten von uns kommt diese Art von Kriegsvorbereitung l\u00e4cherlich vor. Das ist es wohl auch, angesichts der drohenden Gefahr eines Atomkriegs in Europa. Aber sehr viele Menschen in Deutschland halten diese Gefahr entweder f\u00fcr nicht gegeben, oder sie haben sich an Kriege schon gew\u00f6hnt. F\u00fcr jemanden wie mich, der den Zweiten Weltkrieg mit all seinem Elend als Kind noch miterlebt hat, ist es atemberaubend, jetzt zu beobachten, mit welcher Leichtigkeit Kriege als f\u00fchrbar und als hilfreich f\u00fcr die L\u00f6sung politischer Probleme und Konflikte betrachtet werden.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><em>(&#8230;&#8230;&#8230;.)<\/em><\/p>\n<p><em>Wer sich mit dem Verh\u00e4ltnis zwischen West und Ost besch\u00e4ftigen will, wer verstehen will, welche gef\u00e4hrliche Entwicklung seit gut zwanzig Jahren eingeschlagen wird, sollte die zitierte Rede Pr\u00e4sident Putins im Deutschen Bundestag lesen oder anh\u00f6ren. Man versteht danach besser, wie sehr Russland und die Russen davon betroffen sind, wie leichtfertig von westlicher Seite die ausgestreckte Hand ausgeschlagen wird.<\/em><\/p>\n<p><em>Als Putin 2001 im Deutschen Bundestag redete, hatten die westliche F\u00fchrungsmacht USA und die NATO schon lange das Ziel und die Strategie ihrer Politik ge\u00e4ndert. Von gemeinsamer Sicherheit war da keine Rede mehr. Die heute g\u00fcltige Vorstellung entspricht der Idee eines Imperiums, dem sich andere unterzuordnen haben oder mit milit\u00e4rischer Gewalt dazu gezwungen werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Von Afghanistan bis Libyen und Mali brennen der Nahe und Mittlere Osten und Nordafrika. Wertvolles Kulturerbe ist zerst\u00f6rt worden, Millionen Menschen sind vertrieben, get\u00f6tet und ermordet worden. Mit dem Konflikt in der Ukraine ist diese Politik in die N\u00e4he Europas geruckt. Trotz der n\u00e4her r\u00fcckenden milit\u00e4rischen Gewalt sehen offensichtlich viele Menschen in unserem Land keine unmittelbare Kriegsgefahr. Und wenn schon, dann sind nicht wir, der Westen, verantwortlich f\u00fcr die gef\u00e4hrliche Entwicklung, verantwortlich ist Russland \u2013 so die \u00f6ffentliche Wahrnehmung und vor allem die in den Medien ver\u00f6ffentlichte Meinung.<\/em><\/p>\n<p><em>Nahezu alle wichtigen Medien in Deutschland machen mit beim Aufbau des neuen Feindbildes: FAZ und taz, Zeit und Bild, S\u00fcddeutsche Zeitung und Welt, ARD, ZDF und die privaten Sender ohnehin. Es ist erschreckend, dass innerhalb eines kurzen Zeitraums die tats\u00e4chliche Lage in der Welt und auch die Stimmungslage so ver\u00e4ndert werden k\u00f6nnen. Das deutsche Volk war lange Zeit resistent gegen den Aufbau eines neuen Feindbildes. \u201eNie wieder Krieg\u201c war eine gel\u00e4ufige Parole. Ob das h\u00e4lt, ist sehr zu bezweifeln<\/em>.<em>&#8222;<\/em><\/p>\n<p>Das ganze &#8211; lesenswerte &#8211;\u00a0 Vorwort kann <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35678#more-35678\">hier <\/a>gelesen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Harald Fuchs<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In seiner lesenswerten Einleitung zum gerade erschienenen &#8222;Kritischen Jahrbuch 2016\/17 &#8211; Nachdenken \u00fcber Deutschland&#8220; schreibt Albrecht M\u00fcller: &#8222;Die Kriegsgefahr ist gr\u00f6\u00dfer geworden. 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