{"id":10189,"date":"2016-12-25T14:25:58","date_gmt":"2016-12-25T12:25:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=10189"},"modified":"2016-12-25T14:25:58","modified_gmt":"2016-12-25T12:25:58","slug":"un-beschliessen-zu-heiligabend-konferenz-ueber-atomwaffenverbot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=10189","title":{"rendered":"UN beschlie\u00dfen zu Heiligabend Konferenz \u00fcber Atomwaffenverbot"},"content":{"rendered":"<div class=\"moz-text-plain\" lang=\"x-unicode\">\n<blockquote>\n<blockquote>\n<pre>Zum Heiligabend (deutscher Zeit) hat die Generalversammlung der\r\nVereinten Nationen in New York beschlossen, ab M\u00e4rz kommenden Jahres\r\noffiziell \u00fcber ein Atomwaffenverbot zu verhandeln. Damit setzt sie\r\neinen politischen Kontrapunkt zu den Ank\u00fcndigungen Russlands und der\r\nUSA in den vergangenen Tagen, nuklear aufzur\u00fcsten. Mit 113 Stimmen\r\nmachte die Mehrheit der Staatengemeinschaft den Weg frei f\u00fcr die\r\n\u00c4chtung der zerst\u00f6rerischsten Massenvernichtungswaffen. 35 Staaten\r\nstimmten gegen die Resolution, welche Beginn, Ende und Rahmen einer\r\nVerhandlungskonferenz absteckt. 13 Staaten enthielten sich der Stimme.\r\nBis zum 7. Juli 2017 soll das Vertragswerk ausgehandelt sein.\r\n\r\nICAN (Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen) sieht im\r\nBeschluss der Generalversammlung der Vereinten Nationen einen\r\nWendepunkt in der Geschichte der Abr\u00fcstung und zugleich ein Zeichen\r\nder Hoffnung angesichts des Versagens des Sicherheitsrates, seinen\r\nAuftrag als Garant des Weltfriedens zu erf\u00fcllen. \u201eNach den\r\nbetr\u00fcblichen Ereignissen der vergangenen Tage in Aleppo, Ankara und\r\nBerlin und dem Schock der US-Wahlen erscheint der Beschluss wie ein\r\nLicht, das der Welt Orientierung geben kann\u201c, sagt Sascha Hach,\r\nVorstandsmitglied von ICAN Deutschland. \u201eDie bestehende, auf\r\nAtomwaffen fu\u00dfende Weltordnungspolitik und ihre alten Machtzentren\r\nhaben das Vertrauen vollends verspielt. Es ist, als ob die\r\nGeneralversammlung mit dieser Resolution eine neue \u00c4ra einl\u00e4uten will.\r\nDiesem Appell m\u00fcssen die Regierungen nun folgen\u201c schlussfolgert Hach.\r\nF\u00fcr Xanthe Hall von der \u00c4rzte- und Friedensorganisation IPPNW ist die\r\nResolution \u201eein echtes Weihnachtsgeschenk\u201c. \u201eJetzt gilt es, dieses\r\nGeschenk auszupacken. Wir fordern die Bundesregierung auf, an den\r\nVerhandlungen im n\u00e4chsten Jahr teilzunehmen\u201c, fordert die\r\nAbr\u00fcstungsexpertin.\r\n\r\nIn den vergangenen drei Jahren ist eine immer st\u00e4rker werdende\r\nBewegung aus atomwaffenfreien Staaten und Zivilgesellschaft\r\nherangewachsen und hat die humanit\u00e4ren Auswirkungen von Atomwaffen ins\r\nZentrum der abr\u00fcstungspolitischen Debatte gestellt. Nach drei gro\u00dfen\r\ninternationalen Konferenzen forderte die so genannte humanit\u00e4re\r\nInitiative ein Verbot von Atomwaffen und initiierte eine Arbeitsgruppe\r\nzur nuklearer Abr\u00fcstung bei den Vereinten Nationen. Diese tagte dieses\r\nJahr in Genf und rief im August nach einer internen Kampfabstimmung\r\ndie Generalversammlung dazu auf, im kommenden Jahr Verhandlungen zu\r\neinem Atomwaffenverbot einzuberufen. Daraufhin haben noch im September\r\nsechs atomwaffenfreie Staaten \u2013 \u00d6sterreich, Irland, Mexiko, Brasilien,\r\nS\u00fcdafrika und Nigeria \u2013 der Generalversammlung eine entsprechende\r\nResolution vorgelegt. Diese wurde unter dem Kennzeichen L41 am 28.\r\nOktober 2016 zun\u00e4chst vom Ersten Ausschuss mit \u00fcberw\u00e4ltigender\r\nMehrheit angenommen. Die Abstimmung in der Vollversammlung best\u00e4tigt\r\nformell den Beschluss des Ausschusses.\r\n\r\nAm 27. M\u00e4rz 2017 beginnen nun in New York die Verhandlungen zum\r\nv\u00f6lkerrechtlichen Verbot von Atomwaffen. In zwei Runden wollen die\r\nVereinten Nationen bis zum 7. Juli 2017 einen Vertrag zur\r\ninternationalen \u00c4chtung verhandeln. Damit wird eine L\u00fccke im\r\nV\u00f6lkerrecht geschlossen: Atomwaffen sind die einzigen\r\nMassenvernichtungswaffen, die noch nicht verboten sind.\r\n\r\nKontakt: Xanthe Hall, 0161- 941 61 249, eMail <a class=\"moz-txt-link-rfc2396E\" href=\"mailto:xanthe@ican.berlin\">&lt;mailto:xanthe@ican.berlin&gt;<\/a>\r\n\r\n<a class=\"moz-txt-link-freetext\" href=\"http:\/\/www.icanw.de\/neuigkeiten\/un-beschliessen-zu-heiligabend-konferenz-ueber-atomwaffenverbot\/\">http:\/\/www.icanw.de\/neuigkeiten\/un-beschliessen-zu-heiligabend-konferenz-ueber-atomwaffenverbot\/<\/a>\r\n\r\n\r\n-- \r\nXanthe Hall\r\nInternational Disarmament Campaigner\r\nCo-Director\r\nIPPNW Germany\r\nKoertestr. 10, D-10967 Berlin\r\n+49-(0)30-698074-12\r\n<a class=\"moz-txt-link-abbreviated\" href=\"mailto:xanthe@ippnw.de\">xanthe@ippnw.de<\/a> <a class=\"moz-txt-link-rfc2396E\" href=\"mailto:xanthe@ippnw.de\">&lt;mailto:xanthe@ippnw.de&gt;<\/a>\r\nSkype: xanthe.hall\r\nippnw.de <a class=\"moz-txt-link-rfc2396E\" href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/\">&lt;http:\/\/www.ippnw.de\/&gt;<\/a> | atomwaffenfrei.de\r\n<a class=\"moz-txt-link-rfc2396E\" href=\"http:\/\/www.atomwaffenfrei.de\/\">&lt;http:\/\/www.atomwaffenfrei.de\/&gt;<\/a> | icanw.de <a class=\"moz-txt-link-rfc2396E\" href=\"http:\/\/www.icanw.de\/\">&lt;http:\/\/www.icanw.de\/&gt;<\/a>\r\n\r\n-- \r\n\r\n\r\n<\/pre>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Heiligabend (deutscher Zeit) hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York beschlossen, ab M\u00e4rz kommenden Jahres offiziell \u00fcber ein Atomwaffenverbot zu verhandeln. Damit setzt sie einen politischen Kontrapunkt zu den Ank\u00fcndigungen Russlands&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":110,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[42,33],"class_list":["post-10189","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","tag-abruestung","tag-atomwaffen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10189","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/110"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10189"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10189\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10190,"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10189\/revisions\/10190"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10189"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10189"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10189"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}