{"id":13493,"date":"2019-03-16T22:38:14","date_gmt":"2019-03-16T20:38:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=13493"},"modified":"2019-03-16T22:38:14","modified_gmt":"2019-03-16T20:38:14","slug":"scientists-for-future-abruestung-fuer-klimaschutz-frieden-und-zukunftsfaehigkeit-gehoeren-zusammen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=13493","title":{"rendered":"Scientists for Future: Abr\u00fcstung f\u00fcr Klimaschutz \u2013 Frieden und Zukunftsf\u00e4higkeit geh\u00f6ren zusammen"},"content":{"rendered":"<p><em>An der Fridays for Future-Demo am 15. M\u00e4rz 2019 nahmen nach Presseberichten allein in K\u00f6ln 10.000 Menschen teil. Der Klimawandel und das Risiko eines Atomkriegs sind nach Auffassung der Wissenschaftler*innen des &#8222;Bulletin of the Atomic Scientists&#8220; die <a href=\"https:\/\/thebulletin.org\/doomsday-clock\/current-time\/\">gr\u00f6\u00dften Gefahren f\u00fcr das \u00dcberleben der Menschheit<\/a>. Die NaturwissenschaftlerInnen-Initiative \u201eVerantwortung f\u00fcr Frieden und Zukunftsf\u00e4higkeit\u201c schlie\u00dft sich den Forderungen der &#8222;Scientists for Future&#8220; und &#8222;Fridays for Future&#8220;-Aktiven an. Wir ver\u00f6ffentlichen ihre Mitteilung vom 15. M\u00e4rz 2019 zum Zusammenhang von Klimaschutz und ziviler Konfliktl\u00f6sung.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>Seit Wochen demonstrieren und streiken weltweit hunderttausende junger Menschen f\u00fcr ihre Zukunft, den Klimaschutz und den Erhaltunserer nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen. Dieses Anliegen der Initiative Fridays for Future unterst\u00fctzen inzwischen mehr 14.000 WissenschaftlerInnen aus Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz. In der Stellungnahme von Scientists for Future erkl\u00e4ren sie:<\/p>\n<blockquote><p>Nur wenn wir rasch und konsequent handeln, k\u00f6nnen wir dieErderw\u00e4rmung begrenzen, das Massenaussterben von Tier- undPflanzenarten aufhalten, die nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen bewahrenund eine lebenswerte Zukunft f\u00fcr derzeit lebende und kommendeGenerationen gewinnen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die NaturwissenschaftlerInnen-Initiative \u201eVerantwortung f\u00fcr Frieden und Zukunftsf\u00e4higkeit\u201c schlie\u00dft sich diesen berechtigten Forderungen an. Diese sind umso dringlicher, als die Zukunftsf\u00e4higkeit unseres Planeten zunehmend mit der Frage von Krieg und Frieden verbunden ist. Die Zerst\u00f6rung der Umwelt und die Ausbeutung nat\u00fcrlicher Ressourcen unseres Planeten gef\u00e4hrden den Frieden und werden einem Sicherheitsrisiko, besonders f\u00fcr Menschen in verwundbaren und fragilen Risikozonen. So sieht auch die Scientists for Future-Erkl\u00e4rung die Gefahr, dass durch unzureichenden Schutz der B\u00f6den, Ozeane, S\u00fc\u00dfwasserressourcen und Artenvielfalt \u2013 bei gleichzeitiger Erderw\u00e4rmung als \u201eRisikovervielfacher\u201d \u2013<\/p>\n<blockquote><p>Trinkwasser- und Nahrungsmittelknappheit in vielen L\u00e4ndern soziale und milit\u00e4rische Konflikte ausl\u00f6sen oder versch\u00e4rfen und zur Migration gr\u00f6\u00dfererBev\u00f6lkerungsgruppen beitragen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Bei \u00dcberschreiten klimatischer Kipp-Punkte des Erdsystems werden sich selbst verst\u00e4rkende Prozesse in Gang gesetzt, mit weltweit katastrophalen Folgen.<\/p>\n<div id=\"attachment_13496\" style=\"width: 442px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13496\" class=\" wp-image-13496\" src=\"http:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/2018-04-21-17.33.21.jpg\" alt=\"Bei diesigem blauem Himmel sieht man im Vordergrund fr\u00fchlingsfrisches Gras und bl\u00fchenden L\u00f6wenzahn und im Hintergrund riesige, bis zum Horizont reichende terrassenf\u00f6rmige Abraumhalden am Hang der gigantischen Tagebaugrube, bestehend aus braunen, wei\u00dfen, ocker- und sandgelben Fl\u00e4chen.\" width=\"432\" height=\"288\" srcset=\"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/2018-04-21-17.33.21.jpg 4608w, https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/2018-04-21-17.33.21-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/2018-04-21-17.33.21-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 432px) 100vw, 432px\" \/><p id=\"caption-attachment-13496\" class=\"wp-caption-text\">Braunkohletagebau Garzweiler (21.4.2018). Foto: Stefanie Intveen<\/p><\/div>\n<p>Solche Umweltrisiken verbinden sich auf komplexe Weise mit anderen Krisenerscheinungen, von Armut, Hunger und Flucht \u00fcber Globalisierung und Technikabh\u00e4ngigkeit, Nationalismus und Rechtsentwicklung bis zu Gewaltkonflikten und neuer Aufr\u00fcstung. Diese Entwicklungen sind brandgef\u00e4hrlich und untergraben die Grundlagen f\u00fcr Frieden und nachhaltige Entwicklung. So wie Umweltzerst\u00f6rung den Frieden gef\u00e4hrdet, so stehen Gewalt und Krieg einer nachhaltigen Entwicklung im Wege. Ein nuklearer Winter durch einen Atomkrieg w\u00e4re nicht nur das Ende der menschlichen Zivilisation, sondern auch eine Bedrohung f\u00fcr das Leben auf der Erde.<\/p>\n<p>Dem negativen Teufelskreis muss eine positive Verbindung von Nachhaltigkeit, Entwicklung und Frieden entgegengesetzt werden. Dazu braucht es pr\u00e4ventive und kooperative Governance-Strukturen und Institutionen zwischen dem Globalen Norden und dem Globalen S\u00fcden, die Klimarisiken vermeiden und Krisenursachen angehen, durch Verteilungsgerechtigkeit, Transformation von der fossilen zu einer nachhaltigen und kohlenstoffarmen Energieversorgung sowie eine friedliche Konfliktl\u00f6sung und Abr\u00fcstung.<\/p>\n<h4>Um die notwendigen Ver\u00e4nderungen zu finanzieren und zu realisieren, muss der gef\u00e4hrliche und kostspielige Aufr\u00fcstungskurs beendet werden. Klimaschutz braucht Abr\u00fcstung!<\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An der Fridays for Future-Demo am 15. M\u00e4rz 2019 nahmen nach Presseberichten allein in K\u00f6ln 10.000 Menschen teil. 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