{"id":13687,"date":"2019-04-15T07:00:49","date_gmt":"2019-04-15T05:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=13687"},"modified":"2019-04-14T21:15:29","modified_gmt":"2019-04-14T19:15:29","slug":"pax-christi-kommission-zum-bundeswehr-beschluss-der-berliner-spd-frieden-will-gelernt-sein-gewalt-kommt-von-allein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=13687","title":{"rendered":"pax christi-Kommission zum Bundeswehr-Beschluss der Berliner SPD: &#8222;Frieden will gelernt sein &#8211; Gewalt kommt von allein!&#8220;"},"content":{"rendered":"<h4>Kommission Friedensbildung: Beschluss der Berliner SPD zum Werbeverbot f\u00fcr die Bundeswehr an Schulen ist ein wichtiges Signal<\/h4>\n<p>Pressemitteilung der pax-christi-Kommission Friedensbildung, Berlin, 12.04.2019.<\/p>\n<blockquote><p>Frieden will gelernt sein \u2013 Gewalt kommt von allein! Genau deshalb sendet der Beschluss der Berliner SPD ein wichtiges Signal in die \u00d6ffentlichkeit. Die Forderung nach einem Werbeverbot f\u00fcr die Bundeswehr an Berliner Schulen bietet einen guten Anlass, das zunehmende Denken in milit\u00e4rischen Kategorien zu hinterfragen. pax christi pl\u00e4diert daf\u00fcr, gewaltfreie Mittel der Friedenssicherung wie den Zivilen Friedensdienst mehr in den Fokus der \u00d6ffentlichkeit zu r\u00fccken,<\/p><\/blockquote>\n<p>kommentiert Peter Heim, der Sprecher der pax christi-Kommission Friedensbildung, und erg\u00e4nzt:<\/p>\n<blockquote><p>Wenn der \u201aVerband der Soldaten der Bundeswehr\u2019 das \u201arecht kontroverse Bild der Bundeswehr\u2018 beklagt, ist dies auch das Ergebnis eines zwiesp\u00e4ltigen Auftretens der Bundeswehr in der \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<p>Einerseits will die Bundeswehr im Rahmen der politischen Bildung als kompetenter Gespr\u00e4chspartner \u00fcber Fragen der Sicherheit ernst genommen werden \u2013 auch in den Schulen mit ihren vielen gut geschulten Jugendoffizieren. Andererseits wird ihre eigentliche Nachwuchswerbung, insbesondere in den sozialen Medien, immer rei\u00dferischer und unseri\u00f6ser. Die Risiken von Milit\u00e4reins\u00e4tzen werden ausgeblendet und auf Ausbildungsm\u00e4rkten und in Bundeswehr-Infobussen gegen\u00fcber den meist Minderj\u00e4hrigen oft erst auf Nachfrage offengelegt. Soldat*in ist eben kein Beruf wie jeder andere. Dennoch werden am Tag der Bundeswehr deutschlandweit Waffen pr\u00e4sentiert, mit denen in den letzten Jahren sogar Kinder hantieren durften,<\/p><\/blockquote>\n<p>kritisiert Heim, der selbst von Beruf Lehrer ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-13690 alignright\" src=\"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/image001.jpg\" alt=\"Ein angedeuteter Olivenzweig und die wei\u00dfe Schrift pax christi auf t\u00fcrkisfarbenem Grund.. Au\u00dferdem in kleiner Schrift darunter &quot;Internationale Katholische Friedensbewegung&quot;.\" width=\"189\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/image001.jpg 189w, https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/image001-142x150.jpg 142w\" sizes=\"auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px\" \/>Die pax christi-Kommission Friedensbildung fordert eine st\u00e4rkere, auch finanzielle F\u00f6rderung\u00a0 der politischen Bildung als Friedensbildung in den deutschen Schulen und die Verankerung der Friedensbildung in den Curricula der L\u00e4nder. Im Sinne des Beutelsbacher Konsens zur politischen Bildung und um der Friedensaussagen der Verfassungen der Bundesl\u00e4nder willen, sollten viel h\u00e4ufiger Friedensfachkr\u00e4fte in Schulen eingeladen werden, um gewaltfreie\u00a0 Wege zur Friedenssicherung aufzuzeigen.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund:<\/strong><\/p>\n<p>Der Berliner SPD-Landesparteitag vom 30. M\u00e4rz 2019 fasst folgenden Beschluss: Die sozialdemokratischen Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses sowie die SPD-Senator*innen des Landes Berlin werden aufgefordert, den Wortlaut des \u00a75 Absatz 2, Teil 1 Schulgesetz f\u00fcr das Land Berlin um folgendes zu erweitern:<\/p>\n<p>In Paragraf 5, Absatz 2, Teil 1 soll k\u00fcnftig folgender Satz stehen: \u201eEs wird milit\u00e4rischen Organisationen untersagt, an Berliner Schulen f\u00fcr den Dienst und die Arbeit im milit\u00e4rischen Bereich zu werben.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Interviewanfragen an Peter Heim, Sprecher der Kommission Friedensbildung,\u00a0<a href=\"mailto:friedensbildung@paxchristi.de\">friedensbildung@paxchristi.de<\/a> oder 0151-28227400<\/em><\/p>\n<p><em>pax christi \u2013 Deutsche Sektion e.V.,\u00a0Tel. 030.200 76 78-0, <a href=\"mailto:sekretariat@paxchristi.de\">sekretariat@paxchristi.de<\/a>,\u00a0<\/em><em><a href=\"http:\/\/www.paxchristi.de\/\">www.paxchristi.de<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kommission Friedensbildung: Beschluss der Berliner SPD zum Werbeverbot f\u00fcr die Bundeswehr an Schulen ist ein wichtiges Signal Pressemitteilung der pax-christi-Kommission Friedensbildung, Berlin, 12.04.2019. 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