{"id":14158,"date":"2019-09-18T22:51:54","date_gmt":"2019-09-18T20:51:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=14158"},"modified":"2019-09-18T22:51:54","modified_gmt":"2019-09-18T20:51:54","slug":"dfg-vk-gruppe-koeln-stoppt-die-klimakiller-krieg-militaer-ruestungsindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=14158","title":{"rendered":"DFG-VK Gruppe K\u00f6ln: &#8222;Stoppt die Klimakiller Krieg, Milit\u00e4r, R\u00fcstungsindustrie!&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><em>Anl\u00e4sslich des Globalen Klimastreik am 20. September 2019 empfehlen wir unser <a href=\"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/DFG-VK-Gruppe-K\u00f6ln-et-al_Klima-und-Krieg_Flyer_20190900.pdf\">Flugblatt<\/a>, das wir\u00a0in Zusammenarbeit mit \u201eabr\u00fcsten statt aufr\u00fcsten\u201c, K\u00f6lner Friedensforum, der AG Frieden und Internationale Politik (AG-FIP) Die Linke, aufstehen K\u00f6ln, AK Zivilklausel Uni K\u00f6ln, Antimilitaristisches B\u00fcndnis K\u00f6ln entwickelt haben.<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-14161 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Stoppt-die-Klimakiller.png\" alt=\"Grafik &quot;Stoppt die Klimakiller Krieg, Milit\u00e4r, R\u00fcstungsindustrie!&quot; steht in roter Schrift auf einem Hintergrundfoto, das D\u00fcsenjets zeigt, die dunkle Wolken Abgase hinter sich herziehen.\" width=\"945\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Stoppt-die-Klimakiller.png 945w, https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Stoppt-die-Klimakiller-150x66.png 150w, https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Stoppt-die-Klimakiller-768x336.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px\" \/><\/p>\n<h4>Krieg, Milit\u00e4r und R\u00fcstungsindustrie geh\u00f6ren zu den Hauptverursachern von Treibhausgasemissionen, Feinstaubbelastungen und Umweltkatastrophen weltweit.\u00a0Im Kyoto-Protokoll und den anderen UN-Klimadokumenten einschlie\u00dflich der Charta von Paris wurde das Milit\u00e4r von den Regierungen, auf Druck der NATO-Staaten, allerdings absichtlich ausgeklammert \u2013 das muss dringend ge\u00e4ndert werden!<\/h4>\n<p>Staatliche Milit\u00e4rapparate geh\u00f6ren zu den gr\u00f6\u00dften Verbrauchern von Energie und anderen Ressourcen und verschlingen weltweit 1,8 Billionen Dollar an R\u00fcstungsausgaben, dabei sind Privat- und S\u00f6ldnerarmeen noch nicht mitgerechnet. Die Armeen weltweit verursachen enorme Mengen an klimasch\u00e4dlichen Emissionen: bei der Produktion, dem Handel, Export und Transport von Waffen, bei\u00a0Man\u00f6vern und vor allem durch Kriegseins\u00e4tze selbst und bei anschlie\u00dfenden Besatzungen. 2018 gab es 24 Kriege und bewaffnete Konflikte.<\/p>\n<p>Der Treibstoffverbrauch bei Panzern, Kriegsflugzeugen und Kriegsschiffen ist selbst in Friedenszeiten enorm, entsprechend hoch sind auch die Emissionen. Auf mehr als 260 Bundeswehrstandorten wird t\u00e4glich der Krieg einge\u00fcbt, dazu kommen zus\u00e4tzlich die weltweit durchgef\u00fchrten mehr als 160 NATO-Milit\u00e4r\u00fcbungen \u2013 fast jeden zweiten Tag also! Der Kampfpanzer Leopard 2 verbraucht auf 100 Kilometer bis zu 530 Liter Diesel, <a href=\"http:\/\/eurofighter.airpower.at\/technik-daten.htm\">ein Eurofighter verbraucht ca. 70-100 Liter Kerosin pro Minute<\/a> und produziert pro Flugstunde 11 Tonnen CO2 &#8211; das ist so viel, wie durchschnittlich eine in Deutschland lebende Person im gesamten Jahr. Allein auf der Air Base Ramstein finden j\u00e4hrlich 30.000 Starts und Landungen statt. Dabei werden 1,35 Milliarden m\u00b3 klimasch\u00e4dliche Abgase freigesetzt.<\/p>\n<p>Das US-Milit\u00e4r ist mit seinen \u00fcber 1000 Milit\u00e4rst\u00fctzpunkten weltweit der gr\u00f6\u00dfte Verbraucher fossiler Brennstoffe. Der j\u00e4hrliche CO2-Aussto\u00df des US-Milit\u00e4rs betr\u00e4gt 73 Millionen Tonnen und damit mehr als die meisten (140) L\u00e4nder. Im Jahr 2017 waren die Treibhausgasemissionen des Pentagons gr\u00f6\u00dfer als die der Industriestaaten D\u00e4nemark oder Schweden.<\/p>\n<p><strong>Selbst ein begrenzter Atomkrieg<\/strong>, z. B. zwischen Indien und Pakistan w\u00fcrde durch die <strong>enorme Feinstaubbelastung in der Atmosph\u00e4re einen sofortigen radikalen Klimawandel ausl\u00f6sen, nur in die andere Richtung: Nuklearer Winter<\/strong>. Ru\u00dfpartikel w\u00fcrden die Erdatmosph\u00e4re verdunkeln, die Freisetzung von Stickoxyden und Radikalen w\u00fcrde zu einem enormen Temperatursturz f\u00fchren, und die Natur stirbt unweigerlich. W\u00fcrde man alle vorhandenen 15.000 Atomwaffen z\u00fcnden, st\u00fcrben 3 Milliarden Menschen sofort, die jeweilige Umgebung st\u00fcnde in Flammen und die Temperatur l\u00e4ge bei minus 16 bis 26 Grad &#8211; die Erde w\u00e4re unbewohnbar.<\/p>\n<h4>Kriege waren immer auch Kriege gegen die Natur &#8211; am deutlichsten wahrgenommen beim Atomwaffeneinsatz in Hiroshima und Nagasaki, oder im Vietnam-Krieg bei der Entlaubung des Dschungels (Agent Orange) und dem Napalm-Einsatz, bei wei\u00dfem Phosphor im irakischen Falludscha oder der Uranmunition im Krieg gegen Jugoslawien.<\/h4>\n<p>Das Problem: Das Kapitalistische System zerst\u00f6rt durch den ungebremsten Wettbewerb um die billigsten Rohstoffe, und Arbeitskr\u00e4fte sowie die besten Absatzm\u00e4rkte und Transportwege sowohl die Umwelt, die soziale Gerechtigkeit und das friedliche Zusammenleben der V\u00f6lker. Der Wachstumskapitalismus ignoriert, dass wir in einer Welt leben, deren Ressourcen endlich sind und unendliches Wachstum daher nicht m\u00f6glich ist. Denn es gibt kein Wirtschaftswachstum ohne wachsenden Rohstoff- und Energieverbrauch.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen ein System finden, das Menschen davor bewahrt, sich selbst oder der Natur (Welt) zu schaden. Wir brauchen ein Umdenken im Sinne des &#8222;Buen Vivir&#8220;-Konzepts oder der \u201eJust Transition\u201c-Bewegung der indigenen V\u00f6lker S\u00fcdamerikas. Wir brauchen den globalen Wandel in Richtung Frieden, Gleichheit, Gerechtigkeit, \u00f6kologischem Gleichgewicht und Wohlbefinden! Daher geh\u00f6ren zu unseren gemeinsamen Forderungen dringend auch diese:<\/p>\n<ul>\n<li>Deutschland und alle EU L\u00e4nder, die dies noch nicht getan haben, m\u00fcssen dem UN Atomwaffenverbotsvertrag beitreten. Sofortiger Abzug der US Atomwaffen aus Deutschland (B\u00fcchel) gem\u00e4\u00df Bundestagsbeschluss 2010, Beendigung der nuklearen Teilhabe Deutschlands und Austritt aus den milit\u00e4rischen Strukturen der NATO.<\/li>\n<li>Erneuerung des INF Vertrags \u2013 keine Stationierung von Atomraketen und nuklear best\u00fcckbarer Marschflugk\u00f6rper in Europa!<\/li>\n<li>Festhalten an Grundgesetz und V\u00f6lkerrecht \u2013 keine Kriegsdrohungen, Interventionen und \u201eRegime Changes\u201c oder Beteiligung daran! Fluchtursachen beseitigen statt verursachen.<\/li>\n<li>US Truppenstationierungsvertrag k\u00fcndigen, keine Beihilfe zu US-Drohnenmorden und keine Steuergelder f\u00fcr US Milit\u00e4r, keine Kampfjet-\u00dcbungen!<\/li>\n<li>Entspannungspolitik mit Russland \u2013 keine Milit\u00e4r\u00fcbungen an den NATO Ostgrenzen etc.<\/li>\n<li>Stopp der R\u00fcstungsexporte, insbesondere an kriegsf\u00fchrende Staaten.<br \/>\nVerbot der Lizenzvergabe und der Verlagerung von R\u00fcstungsfirmen ins Ausland.<\/li>\n<li>Abr\u00fcsten statt aufr\u00fcsten \u2013 K\u00fcrzung des Milit\u00e4retats und Stopp der Produktion von Kriegswaffen. Niemand greift uns an, kein Land bedroht uns.<br \/>\nSozialvertr\u00e4gliche Umstellung auf die Produktion ziviler G\u00fcter. F\u00fcr soziale Sicherheit, Umweltschutz und Frieden \u2013 statt Milliarden f\u00fcr Aufr\u00fcstung und Krieg.<\/li>\n<li>Von Deutschland darf nie mehr Krieg aus gehen \u2013 keine Auslandseins\u00e4tze der Bundeswehr!<\/li>\n<li>Keine Militarisierung sondern festschreiben auf einen zivilen Charakter der EU<\/li>\n<li>gegen eine ausbeuterische Handelspolitik, die Kriege, Armut und Flucht verursacht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wir brauchen einen Klimaschutz, der bei denen ansetzt, die f\u00fcr die Klimakatastrophe\u00a0tats\u00e4chlich verantwortlich sind. Wir sind die 99%, wir k\u00f6nnen ein anderes System schaffen, wenn wir zusammenarbeiten!<\/p>\n<p><em>DFG-VK Gruppe K\u00f6ln in Zusammenarbeit mit \u201eabr\u00fcsten statt aufr\u00fcsten\u201c, K\u00f6lner Friedensforum, AG-FIP Die Linke, aufstehen K\u00f6ln, AK Zivilklausel Uni K\u00f6ln, Antimilitaristisches B\u00fcndnis K\u00f6ln\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em> VisdP: Isabelle Casel c\/o Friedensbildungswerk, Obenmarspforten 7-11, 50667 K\u00f6ln<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anl\u00e4sslich des Globalen Klimastreik am 20. 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