{"id":15546,"date":"2020-11-14T12:43:36","date_gmt":"2020-11-14T10:43:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=15546"},"modified":"2020-11-14T12:45:54","modified_gmt":"2020-11-14T10:45:54","slug":"abruesten-statt-aufruesten-frankfurter-appell-online-zeitung-und-aktionstag-am-5-dezember-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=15546","title":{"rendered":"Abr\u00fcsten statt aufr\u00fcsten &#8211; &#8222;Frankfurter Appell&#8220;, Online-Zeitung und Aktionstag am 5. Dezember 2020"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-15552 alignright\" src=\"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/ABruesten_5dez20.jpg\" alt=\"Aktionsplakat zum bundesweiten Aktionstag f\u00fcr Abr\u00fcstung am 5.12.2020 auf meergr\u00fcnem Hintergrund\" width=\"338\" height=\"478\" \/><\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/abruesten.jetzt\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Web_Zeitung-ABRUeSTEN-STATT-AUFRUeSTEN_November-2020.pdf\">November-Ausgabe der Kampagnen-Zeitung &#8222;Abr\u00fcsten statt Aufr\u00fcsten!&#8220;<\/a> ist mit Beitr\u00e4gen von Susanne Grabenhorst (IPPNW), Rainer Braun (International Peace Bureau \/ IPB), Michael M\u00fcller (Naturfreunde Deutschlands), Andrea Kocsis (ver.di) und vielen anderen Pers\u00f6nlichkeiten aus Gewerkschaften und Friedensorganisationen fertig. Mit ihrem &#8222;Frankfurter Appell&#8220; vom 11. Oktober 2020 forderte die\u00a0Initiative &#8222;Abr\u00fcsten statt aufr\u00fcsten&#8220; zu einem bundesweiten, dezentralen Aktionstag am Samstag, den 5. Dezember 2020 auf.<\/p>\n<p>Auch in K\u00f6ln bereiten wir zusammen mit dem K\u00f6lner Friedensforum und den hiesigen Gewerkschaftsorganisationen Online-Material und eine Kundgebung vor &#8211; denn unbeeindruckt von der gravierenden Krise im Gesundheitsbereich treiben Bundesregierung und\u00a0Bundestag die Aufr\u00fcstung voran. \u00a0Absurde High-Tech-Kriegssysteme wie das &#8222;Future Combat Air System&#8220; (FCAS), die Munitionierung von Bundeswehr-Drohnen, die Beschaffung neuer Flugzeuge, die US-Atombomben tragen k\u00f6nnen &#8211; der Phantasie des Todes werden in Berlin offenbar keine Grenzen gesetzt. Wir wollen helfen, diesen teuren und gef\u00e4hrlichen Unsinn zu beenden und freuen uns auf rege Unterst\u00fctzung!<\/p>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/abruesten.jetzt\/aufruf\/\">Aufruf &#8222;Abr\u00fcsten statt aufr\u00fcsten&#8220; kann hier unterzeichnet werden<\/a> &#8211; 175.000 Unterschriften, die meisten davon offline, wurden schon gesammelt!<\/p>\n<p>Es folgt der <a href=\"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Frankfurter-Appell_final_2020.pdf\">&#8222;Frankfurter Appell&#8220; der Initiative &#8222;Abr\u00fcsten statt aufr\u00fcsten&#8220; vom 11.10.2020<\/a>.<\/p>\n<hr \/>\n<h4>ABR\u00dcSTEN STATT AUFR\u00dcSTEN \u2013 NEUE ENTSPANNUNGSPOLITIK JETZT!<\/h4>\n<p>Das Gespenst des Kalten Krieges ist zur\u00fcck. Die Welt steht am Rande des Friedens, denn sie wird zu einer zerbrechlichen Einheit. Das Krebsgeschw\u00fcr des Nationalismus breitet sich aus. Soziale Ungleichheiten spitzen sich zu. Die globale Klimakrise bedroht die Menschheit. Kriege und Naturzerst\u00f6rung sind entscheidende Gr\u00fcnde f\u00fcr Flucht und Vertreibung. Die Corona-Pandemie ist ein Beleg daf\u00fcr, dass die sozialen und \u00f6kologischen Schutzschichten des menschlichen Lebens d\u00fcnn geworden sind. Es drohen neue Verteilungsk\u00e4mpfe \u2013 national, europ\u00e4isch, global. Das 21. Jahrhundert wird entweder ein Jahrhundert neuer Gewalt oder ein Jahrhundert des nachhaltigen Friedens. Dar\u00fcber entscheiden wir heute. Wir brauchen zivile Antworten, bei uns, in Europa und weltweit.<\/p>\n<p><span id=\"more-3553\"><\/span>Ein neuer R\u00fcstungswettlauf ist bereits in vollem Gange. Konflikte, Kriege und bewaffnete Auseinandersetzungen tragen zu Flucht und Migration bei.<\/p>\n<p>Abr\u00fcstung findet nicht statt, zentrale Vereinbarungen der R\u00fcstungskontrolle wurden aufgek\u00fcndigt. Neue Atomwaffen werden stationiert. Die weltweiten Milit\u00e4rausgaben erreichen neue Rekordh\u00f6hen; allein auf die zehn L\u00e4nder mit den h\u00f6chsten R\u00fcstungsausgaben entfallen 75 Prozent. Und sie sollen weiter gesteigert werden. Deutschland liegt auf Platz sieben und hatte 2019 den h\u00f6chsten Zuwachs unter den ersten 15 Staaten. Bei den Waffenexporten erreicht unser Land den skandal\u00f6sen Rang f\u00fcnf. Der Wahnsinn muss gestoppt werden. Andernfalls drohen neue Verteilungsk\u00e4mpfe zulasten sozialer und \u00f6kologischer Reformen.<\/p>\n<p>Auf- und Hochr\u00fcstung ist keine Antwort auf die gro\u00dfen Herausforderungen unserer Zeit. Sie versch\u00e4rft die Gefahr neuer Kriege und verschwendet wertvolle Ressourcen, die f\u00fcr eine friedliche Weltordnung dringend gebraucht werden \u2013 f\u00fcr den Klimaschutz, die Bek\u00e4mpfung der Fluchtursachen, die Entwicklungszusammenarbeit und die Verwirklichung der Menschenrechte. Die doppelte Gefahr eines Selbstmords der menschlichen Zivilisation ist denkbar geworden, durch die Hochr\u00fcstung genauso wie durch die ungel\u00f6sten sozialen und \u00f6kologischen Krisen.<\/p>\n<p>Unsere Welt ist auf Gegenseitigkeit angewiesen, um Frieden zu schaffen und dauerhaft Abr\u00fcstung und Frieden zu verwirklichen. F\u00fcr eine neue Entspannungspolitik in gesamteurop\u00e4ischer Perspektive ist eine starke Zivilgesellschaft notwendig, nicht Spaltung und Ausgrenzung und schon gar nicht ein neuer Nationalismus. Das Friedensprojekt eines zivilen Europas muss nach wie vor zum Vorbild f\u00fcr andere Weltregionen werden. Verantwortung \u00fcbernehmen hei\u00dft deshalb: abr\u00fcsten statt aufr\u00fcsten.<\/p>\n<p>Im November 1980 wurde der Krefelder Appell vorgestellt, mehr als f\u00fcnf Millionen Bundesb\u00fcrger*innen haben ihn unterst\u00fctzt. Damals lehnte die Friedensbewegung die Stationierung neuer atomarer Mittelstreckenraketen in Europa ab. Das fordern wir auch heute. In erster Linie wenden wir uns gegen das Nato-Ziel, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts f\u00fcr milit\u00e4rische Ziele auszugeben.<\/p>\n<p>Wir fordern eine neue Friedens- und Entspannungspolitik, ein System gemeinsamer Sicherheit und kontrollierter Abr\u00fcstung. Der R\u00fcstungsexport an Krisenregionen, an kriegsf\u00fchrende Staaten und an diktatorische oder autokratische Regime muss schnellstm\u00f6glich beendet werden. Die Bundeswehr darf nicht mit bewaffneten Drohnen ausgestattet werden. Wir wollen ein atomwaffenfreies Deutschland und sprechen uns f\u00fcr eine weltweite \u00c4chtung autonomer Waffensysteme aus.<\/p>\n<p>Das Gebot der Stunde lautet: Investitionen in die soziale und \u00f6kologische Gestaltung der Transformation \u2013 in Hochschulen, Schulen und Kitas, in den sozialen Wohnungsbau, in die \u00f6ffentliche Infrastruktur, in mehr soziale Sicherheit und in den Klimaschutz und eine \u00f6kologische Kreislaufwirtschaft. Denn wer den Frieden will, muss f\u00fcr den Frieden k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><strong>Wir rufen auf zum bundesweiten Aktionstag \u00a0f\u00fcr \u201eAbr\u00fcstung und neue Entspannungspolitik\u201c am 5. Dezember 2020. Mitmachen!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Arbeitsausschuss der Initiative \u201eabr\u00fcsten stattaufr\u00fcsten\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Reiner Braun (International Peace Bureau),\u00a0 Barbara Dieckmann (Welthungerhilfe), Thomas Fischer (DGB), Philipp Ingenleuf (Netzwerk Friedenskooperative) Christoph von Lieven (Greenpeace), Michael M\u00fcller (Naturfreunde, Staatssekret\u00e4r a. D.), Willi van Ooyen (Friedensratschlag), Miriam Rapior (BUNDjugend, Fridays for Futures), Uwe W\u00f6tzel (Ver.di), Thomas W\u00fcrdinger (IG Metall), Olaf Zimmermann. (Deutscher Kulturrat).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die November-Ausgabe der Kampagnen-Zeitung &#8222;Abr\u00fcsten statt Aufr\u00fcsten!&#8220; ist mit Beitr\u00e4gen von Susanne Grabenhorst (IPPNW), Rainer Braun (International Peace Bureau \/ IPB), Michael M\u00fcller (Naturfreunde Deutschlands), Andrea Kocsis (ver.di) und vielen anderen Pers\u00f6nlichkeiten aus Gewerkschaften&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":110,"featured_media":15552,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[104,116,105],"tags":[42],"class_list":["post-15546","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ankuendigung","category-aufruf","category-bericht","tag-abruestung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15546","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/110"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15546"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15546\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15555,"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15546\/revisions\/15555"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/15552"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15546"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15546"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15546"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}