{"id":17301,"date":"2022-11-10T16:06:19","date_gmt":"2022-11-10T15:06:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=17301"},"modified":"2022-11-10T16:06:19","modified_gmt":"2022-11-10T15:06:19","slug":"verhandeln-statt-schiessen-fuer-eine-soziale-und-zivile-zeitenwende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=17301","title":{"rendered":"Verhandeln statt Schie\u00dfen \u2013 F\u00fcr eine soziale und zivile Zeitenwende!"},"content":{"rendered":"<p><em>Aufruf des K\u00f6lner Friedensforums zur Demo &#8222;Solidarisch durch die Energiekrise&#8220; am 10. November, 17 Uhr Ottoplatz, K\u00f6ln:<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h4>Verhandeln statt schie\u00dfen!<br \/>\nF\u00fcr eine soziale und zivile Zeitenwende<\/h4>\n<p>Als K\u00f6lner Friedensforum rufen wir zur Beteiligung an der Demonstration \u201eSolidarisch durch die Energiekrise\u201c auf. Als Friedensblock auf der Demo treffen wir uns um 16:45 an der Ecke Ottoplatz\/ Auenweg.<\/p>\n<p>Auch wir sind der Meinung, dass angesichts von Krieg, Energiekrise, Inflation und deren sozialen Konsequenzen eine solidarische Politik dringend notwendig ist. Deshalb finden die sozialen Forderungen des Aufrufs \u201eSolidarisch in der Energiekrise\u201c unsere volle Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<div id=\"attachment_17224\" style=\"width: 359px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-17224\" class=\" wp-image-17224\" src=\"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/D85_1593_webvv.jpg\" alt=\"Ein blauer Globus rei\u00dft seinen Mund mit wei\u00dfen Z\u00e4hnen weit auf, streckt die rote Zunge heraus und kotzt R\u00fcstungsg\u00fcter wie Flugzeuge, Panzer und Rakteten aus.\" width=\"349\" height=\"469\" \/><p id=\"caption-attachment-17224\" class=\"wp-caption-text\">Die Erde hat den Krieg satt! Das franz\u00f6sische Graphikerkollektiv Grapus stellte der Friedensbewegung 1989 ein Plakat zur Verf\u00fcgung, das den Nerv der Zeit trifft.<\/p><\/div>\n<p>Aber auch das gilt es festzustellen: Deutschland wird immer mehr zur Kriegspartei; nicht nur auf der Seite der Ukraine, sondern auch in einem internationalen Stellvertreterkrieg zwischen Russland einerseits und den USA und deren Juniorpartnern in der NATO andererseits. Wir sind stattdessen mit Willy Brandt der Auffassung, dass Frieden zwar nicht alles, aber ohne Frieden alles andere nichts ist.<\/p>\n<p>Eine solidarische Politik f\u00fcr Klima- und Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und Solidarit\u00e4t mit dem Globalen S\u00fcden hat nur dann eine Chance, wenn die Waffen schweigen und sofort Verhandlungen zur politischen L\u00f6sung des Konflikts aufgenommen werden. Eine milit\u00e4rische L\u00f6sung gibt es nicht.<\/p>\n<p>Knapp neun Monate nach dem russischen Einmarsch sind alle Seiten in der Eskalationsspirale gefangen. Auf jede neue Drehung reagiert die jeweils andere nach der Devise \u201eAuge um Auge, Zahn um Zahn\u201c. Mit Rache und Bestrafen durch immer massiveren Milit\u00e4reinsatz geraten wir aber immer n\u00e4her an den Abgrund einer noch viel gr\u00f6\u00dferen Katastrophe, als wir sie jetzt schon haben. Wirtschaftlich, sozial und \u00f6kologisch gibt es in Europa nur Verlierer dieser Eskalation.<\/p>\n<p>Die Explosion der Energiepreise ist nicht einfach Folge des Krieges. Die Sanktionen, die der Westen als Reaktion auf den v\u00f6lkerrechtswidrigen Einmarsch Russlands verh\u00e4ngt hat, sind zu einem historisch beispiellosen Wirtschaftskrieg geworden, der unz\u00e4hlige Unbeteiligte in der ganzen Welt trifft und der seinerseits v\u00f6lkerrechtswidrig ist. Auch Deutschland ist wirtschaftlich besonders stark betroffen. Das Handelsblatt Research Institute schreibt in seiner j\u00fcngsten Konjunkturprognose:<\/p>\n<blockquote><p>Der Wirtschaftskrieg zwischen Europa und Russland dr\u00fcckt die deutsche Volkswirtschaft gerade in die n\u00e4chste Rezession.<\/p><\/blockquote>\n<p>Und die Deutsche Bank Research schreibt:<\/p>\n<blockquote><p>Wenn wir in zehn Jahren auf die derzeitige Energiekrise zur\u00fcckblicken, k\u00f6nnten wir diese Zeit als Ausgangspunkt f\u00fcr eine beschleunigte Deindustrialisierung in Deutschland betrachten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Es drohen soziale Verwerfungen, Arbeitslosigkeit und Verarmung von Millionen. Zudem sind der Ersatz der Gaslieferungen aus Russland durch Fl\u00fcssiggas \u2013 zu einem gro\u00dfen Teil aus Fracking -, sowie die Weiternutzung von Kohle und Atomkraft auch \u00f6kologisch sch\u00e4dlich. Die L\u00e4nder des Globalen S\u00fcdens leiden besonders unter den steigenden Preisen f\u00fcr Energie, Nahrungsmittel und D\u00fcngemittel, auch weil ihnen Europa das Fl\u00fcssiggas von den Weltm\u00e4rkten wegkauft und unbezahlbar macht.<\/p>\n<p>Die 100 Milliarden Euro teure Aufr\u00fcstung der Bundeswehr, unter anderem zur Anschaffung atomwaffenf\u00e4higer Kampfbomber aus den USA, ist \u00fcberfl\u00fcssig, gef\u00e4hrlich und verschwendet Finanzmittel, die dringend f\u00fcr Investitionen zum Klimaschutz und einen sozial-\u00f6kologischen Umbau ben\u00f6tigt werden. Schon heute geben allein die europ\u00e4ischen NATO-Staaten f\u00fcnfmal so viel Geld f\u00fcr R\u00fcstung aus wie Russland, die USA allein mehr als zehnmal so viel. Die NATO ist Russland bei konventionellen Waffen milit\u00e4risch weit \u00fcberlegen.<\/p>\n<p>Europa und die Welt k\u00f6nnen es sich nicht leisten, dass ein jahrelanger Schie\u00df- und Wirtschaftskrieg die ganze Welt in Krisen und Konfrontation gefangen h\u00e4lt. Die L\u00f6sung der gro\u00dfen globalen Herausforderungen \u2013 Frieden, Klimaschutz, Entwicklung \u2013 geht nur mit Entspannung, einer Politik der gemeinsamen Sicherheit und internationaler Zusammenarbeit. Notwendig ist daher, die Aufr\u00fcstung und den Wirtschaftskrieg zu beenden und Verhandlungen zur Beendigung des Krieges verbunden mit Gespr\u00e4chen \u00fcber die Wiederaufnahme von Wirtschaftsbeziehungen zu f\u00fchren. Die UN-Resolution, die den Einmarsch Russlands verurteilt, muss endlich von der Bundesregierung in ihrer Gesamtheit beachtet werden, denn sie fordert auch<\/p>\n<blockquote><p>nachdr\u00fccklich die sofortige friedliche Beilegung des Konflikts zwischen der Russischen F\u00f6deration und der Ukraine durch politischen Dialog, Verhandlungen, Vermittlung und andere friedliche Mittel.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wir fordern von der Bundesregierung<\/p>\n<ul>\n<li>eine sofortige Verhandlungsinitiative statt Waffenlieferungen und Wirtschaftskrieg!<\/li>\n<li>Abr\u00fcsten, soziale Verbesserung und Klimaschutz statt Aufr\u00fcsten!<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufruf des K\u00f6lner Friedensforums zur Demo &#8222;Solidarisch durch die Energiekrise&#8220; am 10. November, 17 Uhr Ottoplatz, K\u00f6ln: Verhandeln statt schie\u00dfen! 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