{"id":18420,"date":"2024-05-08T11:52:38","date_gmt":"2024-05-08T09:52:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=18420"},"modified":"2024-05-08T11:52:38","modified_gmt":"2024-05-08T09:52:38","slug":"heute-feierstunde-anlaesslich-des-79-jahrestages-der-befreiung-vom-faschismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=18420","title":{"rendered":"Heute: Feierstunde anl\u00e4sslich des 79. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus"},"content":{"rendered":"<h4>Gedenktag, Feiertag, Aufruf zum Handeln<\/h4>\n<p>Wir laden zur Gedenkstunde ein:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>8. Mai 2024, 17:30 Uhr, Mahnmal f\u00fcr die Opfer des Faschismus in der Gr\u00fcnanlage am Hansaring (Hansaplatz)<\/strong><\/p>\n<p>Am 8. Mai j\u00e4hrt sich der Tag der Befreiung Deutschlands von Faschismus und Krieg \u2013 ein Grund zum Feiern, viel mehr noch aber ein Grund, der Opfer zu gedenken und Lehren aus Faschismus und Krieg zu ziehen. Millionen Menschen waren Opfer des Naziregimes: 6 Millionen j\u00fcdische Menschen, 27 Millionen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger der Sowjetunion, hunderttausende Menschen in ganz Europa, die Widerstand gegen die Besetzung ihrer Heimatl\u00e4nder leisteten, Gegner der Nazis aus allen politischen Lagern und viele weitere Menschen, die Terror und Krieg des deutschen Faschismus zum Opfer fielen.<\/p>\n<div id=\"attachment_16814\" style=\"width: 408px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-16814\" class=\" wp-image-16814\" src=\"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/DSC_0264-scaled.jpg\" alt=\"Ein Grabkranz mit wei\u00dfen Rosen und roten Nelken.\" width=\"398\" height=\"597\" srcset=\"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/DSC_0264-scaled.jpg 1707w, https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/DSC_0264-133x200.jpg 133w, https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/DSC_0264-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/DSC_0264-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/DSC_0264-1365x2048.jpg 1365w\" sizes=\"auto, (max-width: 398px) 100vw, 398px\" \/><p id=\"caption-attachment-16814\" class=\"wp-caption-text\">&#8222;Verantwortung tragen &#8211; Frieden schaffen!&#8220; &#8211; Kranzschleife des St\u00e4dtepartnerschaftsverein K\u00f6ln &#8211; Wolgograd e. V. am 8. Mai 2021 am Denkmal f\u00fcr die Opfer des NS-Regimes im Hansapark K\u00f6ln. Foto: Stefanie Intveen.<\/p><\/div>\n<p>Mit der Niederlage der deutschen Wehrmacht bei Stalingrad (heute Wolgograd) trat eine Wende im Kriegsgeschehen ein. In der \u00f6ffentlichen Diskussion weniger bekannt und noch weniger gew\u00fcrdigt, ist die Tatsache, dass es am 27. Januar 1944, vor 80 Jahren, Soldatinnen und Soldaten der Roten Armee gelang, die Hungerblockade Leningrads nach 872 Tagen endg\u00fcltig zu zerschlagen. Sie beendeten damit ein beispielloses Kriegsverbrechen, in dem \u00fcber 1,1 Millionen Bewohner der Stadt, in erster Linie Kinder, Jugendliche, alte und kranke Menschen, starben. Die meisten von ihnen verhungerten oder erfroren. Die Nazis nahmen dieses Massensterben nicht billigend in Kauf, sie versuchten ganz bewusst, die eingeschlossenen Menschen auszurotten.<\/p>\n<p>Bis heute haben nur ganz wenige \u00dcberlebende eine Entsch\u00e4digung von Deutschland erhalten. Auch andere Schicksale wirken bis heute nach: aus der Sowjetunion entf\u00fchrte ZwangsarbeiterInnen starben entweder in Deutschland oder wurden, sofern sie \u00fcberlebten und heimkehren konnten, dort verachtet und diskriminiert. Die Stadt K\u00f6ln unterst\u00fctzt sie und ihre in Deutschland geborenen Kinder bis heute in unserer Partnerstadt Wolgograd.<\/p>\n<p>Nach der Befreiung waren sich die meisten Menschen Europas einig: Nie wieder sollte es Faschismus und Krieg geben. Doch ihre Hoffnungen waren tr\u00fcgerisch, die Voraussetzungen f\u00fcr eine Welt des Friedens und der Freiheit wurden, allen Versuchen zum Trotz, nicht geschaffen. Heute herrscht wieder Krieg in vielen L\u00e4ndern der Erde und es zeigt sich \u00fcberdeutlich: Kriege sind heute nicht mehr gewinnbar. Es gibt keine Alternative zu V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung, Verhandlungen und Abr\u00fcstung, um die Welt friedlicher und sicherer zu machen. Die Forderung \u201eNie wieder Faschismus \u2013 Nie wieder Krieg\u201c ist heute so aktuell wie vor 79 Jahren und verlangt aktuell von uns f\u00fcr Waffenstillstand statt Waffenlieferungen einzutreten.<\/p>\n<p>Es laden ein:<\/p>\n<p>Verein zur F\u00f6rderung der St\u00e4dtepartnerschaft K\u00f6ln \u2013 Wolgograd e.V.<br \/>\nVereinigung der Verfolgten des Naziregimes \u2013 Bund Der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) K\u00f6ln e.V.<br \/>\nK\u00f6lner Friedensforum<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gedenktag, Feiertag, Aufruf zum Handeln Wir laden zur Gedenkstunde ein: 8. Mai 2024, 17:30 Uhr, Mahnmal f\u00fcr die Opfer des Faschismus in der Gr\u00fcnanlage am Hansaring (Hansaplatz) Am 8. 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