{"id":18660,"date":"2024-08-21T08:11:57","date_gmt":"2024-08-21T06:11:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=18660"},"modified":"2026-04-28T13:30:43","modified_gmt":"2026-04-28T11:30:43","slug":"weisse-fahnen-ueberall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=18660","title":{"rendered":"Wei\u00dfe Fahnen \u00fcberall"},"content":{"rendered":"<p><em>Von Stephan Schmitz.<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_18665\" style=\"width: 435px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18665\" class=\" wp-image-18665\" src=\"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/02_Weisse-Fahnen_komprimiert-rotated.jpg\" alt=\"\" width=\"425\" height=\"566\" srcset=\"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/02_Weisse-Fahnen_komprimiert-rotated.jpg 768w, https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/02_Weisse-Fahnen_komprimiert-150x200.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 425px) 100vw, 425px\" \/><p id=\"caption-attachment-18665\" class=\"wp-caption-text\">Mit wei\u00dfen Fahnen am R\u00f6mertor vor dem K\u00f6lner Dom. Foto: Stephan Schmitz<\/p><\/div>\n<p>Papst Franziskus erregte einiges Aufsehen, als er im M\u00e4rz im Rahmen eines Interviews der Ukraine den \u201e<a href=\"https:\/\/katholisch.de\/artikel\/51745-viel-kritik-am-werben-des-papstes-fuer-weisse-fahne-der-ukraine\">Mut zur wei\u00dfen Fahne<\/a>\u201c empfahl. Angesichts heftigen Widerspruchs sah der Vatikan sich gen\u00f6tigt, die Aussage des Kirchenoberhaupts zu erl\u00e4utern: Es handle sich nicht um die Empfehlung, zu kapitulieren, sondern um eine Ermutigung, dem Krieg durch Gespr\u00e4che ein baldiges Ende zu setzen.<\/p>\n<p>In der DFG-VK-Gruppe K\u00f6ln entstand daraufhin die Idee, auch hier, vor Ort, &#8211; symbolisch &#8211; zu Gespr\u00e4chen zu ermutigen. Seither finden sich zwei Gruppen von Friedensfreund*innen w\u00f6chentlich mit wei\u00dfen Fahnen an belebten Pl\u00e4tzen ein, um dort jeweils eine Stunde lang f\u00fcr Waffenstillstand und Friedensgespr\u00e4che \u201eFlagge zu zeigen.\u201c<\/p>\n<p>Wer sich dieser Aktion anschlie\u00dfen m\u00f6chte, hat derzeit dazu zweimal die M\u00f6glichkeit:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Montags von 17 bis 18 Uhr am Domforum<\/strong> (Kontakt: Michael, DFG-VK: michael.strauch@netcologne.de)<\/li>\n<li><strong>Mittwochs von 17 bis 18 Uhr auf dem Chlodwigplatz<\/strong> (Kontakt: Ariane, DFG-VK, ariane.detloff@contraste.org<\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr die Teilnahme ist eine Anmeldung nicht erforderlich!<\/p>\n<p>Die <strong>Reaktionen<\/strong> sind unterschiedlich. Oft ist es nur ein Blick, manchmal ein L\u00e4cheln. Gelegentlich kommt jemand auf uns zu, um Zustimmung zu signalisieren, gelegentlich werden wir in Diskussionen verwickelt und mit der ungl\u00e4ubigen Frage konfrontiert, ob wir tats\u00e4chlich so naiv seien, zu glauben, man k\u00f6nne mit Putin verhandeln.<\/p>\n<p>Immer wieder kommen auch Jugendliche, die fragen, was das zu bedeuten habe. Wir machen darauf aufmerksam, dass es sich bei der wei\u00dfen Fahne um die sogenannte Parlament\u00e4rsflagge handle, eine Flagge, die nach der Haager Landkriegsordnung signalisieren soll, dass hier ein unbewaffneter Parlament\u00e4r das Gespr\u00e4ch anbietet. Die Flagge soll ihn vor Angriffen sch\u00fctzen.<br \/>\nDie Geschichte zeigt, dass es schlie\u00dflich immer zum Schweigen der Waffen und zu Gespr\u00e4chen kommen muss, wenn das T\u00f6ten und Zerst\u00f6ren nicht endlos andauern und sich auch nicht immer weiter steigern soll. Jeder Tag des Krieges zerst\u00f6rt Menschenleben, wertvolle G\u00fcter, gesellschaftlichen Zusammenhalt, schafft unendliches Leid und untergr\u00e4bt die Grundlagen f\u00fcr Gespr\u00e4che. Deshalb dr\u00e4ngen wir darauf, <span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>jetzt<\/strong><\/span> die Waffen schweigen zu lassen und <span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>jetzt<\/strong><\/span> miteinander zu sprechen, besser heute als morgen, denn die Gespr\u00e4chsbedingungen werden mit jedem Kriegstag schlechter.<\/p>\n<p>Unsere Aktion soll dies auf einfache, symbolische Weise in Erinnerung rufen: <strong>Jetzt ist es Zeit, h\u00f6chste Zeit, die Waffen schweigen zu lassen und Gespr\u00e4che zu suchen. Und das gilt f\u00fcr alle Kriege, ob in der Ukraine, in Gaza, anderswo.<\/strong><\/p>\n<p>Noch sind unsere Gruppen klein, aber was nicht ist, kann noch werden. Wir laden unsere Freunde und Bekannten ein, mit dabei zu sein. Und da und dort hat sich schon enimal jemand ein St\u00fcndchen zu uns gesellt oder uns vor dem Dom besucht.<\/p>\n<p><strong>W\u00e4re das nicht auch eine einfache Aktion f\u00fcr andere Gruppen bundesweit? Vor der Kirche, vor dem Rathaus, vor einem Mahnmal oder an einem anderen bedeutsamen, belebten Ort?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist leicht: Wei\u00dfe Fahnen basteln (aus alten Leint\u00fcchern, Hemden, Holzst\u00f6cken&#8230;), die Veranstaltung bei der Polizei anmelden und los geht\u2019s! &#8211; Versammlungen im \u00f6ffentlichen Raum m\u00fcssen i.d.R. angemeldet werden, sind aber nicht genehmigungspflichtig. Im Internet finden sich dazu ausreichend Informationen.<\/p>\n<p>Wir w\u00fcrden uns \u00fcber Fotos Eurer Aktionen freuen!<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>Stephan Schmitz ist Mitglied der DFG-VK Gruppe K\u00f6ln<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Stephan Schmitz. 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