{"id":19086,"date":"2025-04-30T08:46:07","date_gmt":"2025-04-30T06:46:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=19086"},"modified":"2025-05-04T21:05:23","modified_gmt":"2025-05-04T19:05:23","slug":"aufruf-zum-gedenken-und-feiern-80-jahre-nach-der-befreiung-von-krieg-und-faschismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=19086","title":{"rendered":"Aufruf zum Gedenken und Feiern 80 Jahre nach der Befreiung von Krieg und Faschismus"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry themeform fittexted_for_entry\">\n<div class=\"entry-inner\">\n<h4 class=\"fittexted_for_content_h4\">Wann und Wo<strong>:<\/strong>\u00a0Donnerstag, 8. Mai 2025, 17.00 Uhr<br \/>\nGedenkveranstaltung am Mahnmal Gr\u00fcnanlage, Hansaring.<\/h4>\n<p>Auf dem Stein vor dem Mahnmal steht zu lesen:\u00a0<em>Hier ruhen sieben Opfer der Gestapo \u2013 Dieses Mal erinnere an Deutschlands schandvollste Zeit 1933 \u2013 1945.\u00a0<\/em><\/p>\n<div>U. A. mit:<\/div>\n<ul>\n<li><strong>Elsa Rassbach<\/strong>, US-Amerikanische Friedensaktivistin und Filmemachrin<\/li>\n<li><strong>Peter Franke<\/strong>, Vorsitzender des Bundesverbandes deutscher West-Ost Gesellschaften<\/li>\n<li><strong>Gila Matuszak<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Am 8. Mai 2025 j\u00e4hrt sich die Befreiung Europas zum achtzigsten Mal. \u00dcberlebende der Vernichtungs und Konzentrationslager, Deserteure, Widerstandsk\u00e4mpfer und weitere Antifaschistinnen und Antifaschisten haben aus erster Hand u\u0308ber die Terrorherrschaft und die Kriegsverbrechen der Nazis, u\u0308ber den Vernichtungskrieg der Wehrmacht in Osteuropa, den Genozid an den europ\u00e4ischen Juden und den Sinti und Roma, u\u0308ber Verfolgung und Widerstand aufgekl\u00e4rt. Sie haben erk\u00e4mpft, dass der 8. Mai als Tag der Befreiung von der Naziherrschaft begangen wird. In ihrer Tradition rufen wir heute dazu auf, den 8. Mai zu begehen \u2013 der Tag der Befreiung muss in der ganzen Republik ein Feiertag werden!<\/p>\n<p><strong>\u201eDie Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel!\u201c<\/strong> so formulierten die u\u0308berlebenden H\u00e4ftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald im April 1945 unmittelbar nach der (Selbst-)Befreiung ihre Maxime. Im Potsdamer Abkommen vom 2. August 1945 formulierten die Vertreter der USA, der Sowjetunion und Gro\u00dfbritanniens als ihre Ziele u.a. die Entmilitarisierung und Entnazifizierung Deutschlands, die Entflechtung der gro\u00dfen Konzerne und die Demokratisierung des befreiten Deutschlands. In beiden F\u00e4llen ging es darum, dass der Faschismus sich niemals wiederholen du\u0308rfe und ihm deshalb die politischen, milit\u00e4rischen und wirtschaftlichen Grundlagen entzogen werden sollten. Es ging um den Aufbau eines sozial gerechten, antifaschistischen Deutschlands und um V\u00f6lkerfreundschaft.<\/p>\n<div id=\"attachment_19087\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-19087\" class=\"wp-image-19087\" src=\"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bild-8.-Mai.png\" alt=\"Mahnmal Gru\u0308nanlage Hansaring\" width=\"500\" height=\"312\" srcset=\"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bild-8.-Mai.png 856w, https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bild-8.-Mai-200x125.png 200w, https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bild-8.-Mai-768x479.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><p id=\"caption-attachment-19087\" class=\"wp-caption-text\">Mahnmal Gru\u0308nanlage Hansaring<\/p><\/div>\n<p>Um eine zuku\u0308nftige Welt des Friedens und des kulturellen und sozialen Fortschritts ging es auch bei der Gru\u0308ndung der Vereinten Nationen und der Formulierung ihrer grundlegenden Dokumente.<\/p>\n<p>Angesichts wachsender sozialer Ungleichheit und Aufru\u0308stung, des Erstarkens rechter Kr\u00e4fte, Enthumanisierung von Politik und steigender Kriegsgefahr gilt es umso mehr, der Befreiung vom Nazifaschismus zu gedenken und die Lehren, die unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges daraus gezogen wurden, zu verwirklichen: Nicht neue, milliardenschwere Hochru\u0308stung und Gro\u00dfmachtgebaren, sondern eine Renaissance von Friedens- und Entspannungspolitik ist die Aufgabe der Zeit. Die Vertr\u00e4ge u\u0308ber die Anerkennung der Nachkriegsgrenzen und Abru\u0308stungsma\u00dfnahmen in den 60er Jahren waren auch ein Erfolg von Antifaschistinnen und Antifaschisten, die fu\u0308r Vers\u00f6hnung und Frieden eintraten. Hunderttausende Menschen sind gegen die Kriegsgefahr auf die Stra\u00dfen gegangen. Darauf bauen wir heute auf.<\/p>\n<p>80 Jahre nach der Befreiung Europas von Nazismus und Krieg ist die Verwirklichung der Ziele der Vereinten Nationen und des V\u00f6lkerrechts aktueller und notwendiger denn je. Wir stehen wieder am Rand eines gro\u00dfen Krieges, der diesmal die Vernichtung der gesamten Menschheit bedeuten k\u00f6nnte. Gru\u0308nde dafu\u0308r gibt es viele: Die Ausdehnung der NATO bis an die russischen Westgrenzen, der v\u00f6lkerrechtswidrige Krieg Russlands gegen die Ukraine, die gegenseitige D\u00e4monisierung, die Eskalation des Krieges im Nahen Osten. Folgen davon sind gigantische Aufru\u0308stungsprojekte, deren Kosten kaum u\u0308berschaubar sind und in sozialen, \u00f6kologischen und kulturellen Bereichen fehlen, innere Militarisierung und Schaffung von Feindbildern, wirtschaftliche und finanzielle Probleme in den beteiligten Staaten und die St\u00e4rkung \u00e4u\u00dferst rechter Kr\u00e4fte, die alle Prinzipien der Menschlichkeit mit Fu\u0308\u00dfen treten, in vielen Teilen der Welt.<\/p>\n<p><strong>N\u00f6tig w\u00e4ren stattdessen, auch und gerade als Lehre aus den Erfahrungen der Nazidiktatur und des Vernichtungskrieges: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Gespr\u00e4che ohne Vorbedingungen zwischen allen Konfliktparteien, um die Kampfhandlungen so schnell wie m\u00f6glich zu beenden.<\/li>\n<li>Anstrengungen aller Seiten, um die Konflikte friedlich zu l\u00f6sen.<\/li>\n<li>Ein System kollektiver Sicherheit zwischen allen Staaten Europas, denn Sicherheit gibt es nur fu\u0308r alle gemeinsam.<\/li>\n<li>Abru\u0308stungsma\u00dfnahmen und die Verwendung der freiwerdenden Gelder fu\u0308r zivile Zwecke wie den Ausbau der Sozialsysteme, Ma\u00dfnahmen zum Schutz der Umwelt und der Menschheit und der wirtschaftlichen Entwicklung armer Staaten und der dort lebenden Menschen.<\/li>\n<li>Entmachtung des industriell-milit\u00e4rischen Komplexes<\/li>\n<li>Diplomatie von unten durch die weitere Entwicklung von St\u00e4dtepartnerschaften. Durch die St\u00e4rkung von St\u00e4dtepartnerschaften k\u00f6nnen zuku\u0308nftige Konflikte vermindert bzw. verhindert werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Diese und weitere Ma\u00dfnahmen w\u00e4ren auch wirksam gegen das Erstarken rechter Kr\u00e4fte. Sie umzusetzen wu\u0308rde bedeuten, wirklich Lehren aus Faschismus und der Befreiung von ihm zu ziehen. Das sind wir seinen Millionen Opfern schuldig. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Veranstalter: K\u00f6lner Friedensforum, St\u00e4dtepartnerschaftsverein K\u00f6ln-Wolgograd, VVN-BdA K\u00f6ln<\/strong><\/p>\n<p>Flyer zum Download: <a href=\"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Flyer_8Mai_neu.pdf\">Flyer 8. Mai<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wann und Wo:\u00a0Donnerstag, 8. Mai 2025, 17.00 Uhr Gedenkveranstaltung am Mahnmal Gr\u00fcnanlage, Hansaring. 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