{"id":19229,"date":"2025-08-03T16:03:10","date_gmt":"2025-08-03T14:03:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=19229"},"modified":"2025-08-03T16:32:05","modified_gmt":"2025-08-03T14:32:05","slug":"koelner-parade-gegen-den-krieg-zusammen-gegen-die-militarisierung-der-gesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=19229","title":{"rendered":"K\u00f6lner Parade gegen den Krieg. Zusammen gegen die Militarisierung der Gesellschaft"},"content":{"rendered":"<h2>Samstag, 30. August 2025, 14:30 Uhr<br \/>\nK\u00f6ln, Heumarkt (Augustinerstr.)<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-19230\" src=\"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/parade_heumarkt-1229x1536-1-500x500.jpeg\" alt=\"K\u00f6lner Parade gegen den Krieg. 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Die aktuelle Bundesregierung war eine treibende Kraft, diesen Beschluss der europ\u00e4ischen Nato-Staaten auf dem Gipfel durchzusetzen. Die Aussage von Kanzler Merz, Deutschland muss die (milit\u00e4rische) F\u00fchrung in Europa \u00fcbernehmen, passt dazu.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns hei\u00dft das schon heute nichts Gutes. F\u00fcr uns, Arbeiter*innen, Angestellte, prek\u00e4r Lebende und Rentner*innen, f\u00fcr den gro\u00dfen Teil der Menschen, die in dieser Gesellschaft leben, hei\u00dft das schlechtere Gesundheitsversorgung und miese Arbeitsbedingungen in der Pflege, fehlende Mittel f\u00fcr gute Kitas, f\u00fcr kommunale Aufgaben und unbezahlbare Mieten. Daf\u00fcr Arbeitszeitverl\u00e4ngerung, Krise, Stellenabbau und \u00bbKanonen statt Butter\u00ab. Gleichzeitig klingeln f\u00fcr die Herstellung der Kriegst\u00fcchtigkeit bei den Aktion\u00e4r*innen der R\u00fcstungskonzerne, bei Rheinmetall und Co, gewaltig die Kassen.<\/p>\n<p>Diese massive Aufr\u00fcstung der NATO ist nur der neueste Eskalationsschritt einer Aufr\u00fcstungsspirale, der weltweit eine Logik des Wettr\u00fcstens und noch mehr kriegerische Eskalation mit sich bringt. Fast alle Instrumente und Vertr\u00e4ge der R\u00fcstungskontrolle sind ausgelaufen oder wurden au\u00dfer Kraft gesetzt \u2013 und das nicht nur, wie oft einseitig behauptet von Russland, sondern auch von den NATO-Staaten. Das zeigt uns deutlich: Der politische Wille steht \u00fcberall auf Krieg, nicht auf eine dringend notwendige Entspannungspolitik.<\/p>\n<p>Die milit\u00e4rische Aufr\u00fcstung ist nur die eine Seite des Prozesses, der ins Werk gesetzt werden soll. Dar\u00fcber hinaus braucht es eine umfassende psychologische Aufr\u00fcstung. F\u00fcr den Krieg braucht es eben nicht nur Geld, Waffen und Technik, sondern auch Menschen als Material. Menschen, die bereit sind in aktuellen und kommenden Kriegen zu Kanonenfutter im Sch\u00fctzengraben zu werden f\u00fcr die Interessen des Staates, der Regierung und der Kriegsprofiteure. Es braucht auch eine breite Zustimmung in der Bev\u00f6lkerung daf\u00fcr, dass die gesamte Gesellschaft \u00bbkriegst\u00fcchtig\u00ab gemacht werden soll. Stimmen, die eine friedliche Perspektive vertreten, Proteste, die sich kritisch gegen\u00fcber der Militarisierung \u00e4u\u00dfern, sollen diskreditiert und unter Druck gesetzt werden. Gezielt sollen einfache Feindbilder und Bedrohungsszenarien aufgebaut werden, st\u00e4ndige Verunsicherung und Angst werden gesch\u00fcrt und bilden den N\u00e4hrboden f\u00fcr einen Nationalismus, der die Kriege von Staat und Regierung so darstellen soll, als w\u00e4ren sie in unserem Interesse.<\/p>\n<p>Aber genau da machen wir nicht mit! Die Interessen der staatlichen Machtk\u00e4mpfe um Ressourcen und Profitsicherung sind eben nicht unsere und der Mehrheit der Menschen, die hier leben. Wir stellen uns gegen die milit\u00e4rische Doppelmoral, die einhergeht mit Waffenlieferungen in eskalierende Kriege und Konflikte, an Verb\u00fcndete Akteure und Staaten, die mit deutschem Kriegsger\u00e4t vernichtende Kriegsf\u00fchrung gegen Zivilbev\u00f6lkerungen durchf\u00fchren. Unser antimilitaristischer Widerstand, unser Eintreten f\u00fcr den Frieden beginnt mit der Verweigerung, uns in diese Logik von Angst, Gewalt und Militarismus hineinziehen zu lassen.<\/p>\n<p>Wir werden nicht auf die Menschen aus anderen L\u00e4ndern schie\u00dfen, die unsere Nachbar*innen, Kolleg*innen, Geschwister und Freund*innen sein k\u00f6nnten, weil uns die Regierung im eigenen Land erz\u00e4hlt, dass sie unsere Feinde w\u00e4ren. Wir haben mehr mit diesen Menschen gemeinsam als mit den Politiker*innen, die Hunderte von Milliarden f\u00fcr Kampfjets, Panzer und Raketen aus dem Hut zaubern und uns erz\u00e4hlen, es g\u00e4be f\u00fcr uns keine Alternative. Aber die Alternative ist hier, sie liegt bei uns allen, die sich der Kriegst\u00fcchtigkeit entgegenstellen und eine antimilitaristische Bewegung f\u00fcr eine friedliche, gerechte und freie Welt aufbauen.<\/p>\n<h3>Solidarit\u00e4t und Zusammenhalt<\/h3>\n<p>Deshalb ziehen wir am Samstag, dem 30. August in einer gro\u00dfen Parade von der K\u00f6lner Innenstadt zur Konrad-Adenauer-Kaserne in die Br\u00fchler Stra\u00dfe. Dort befindet sich das Rekrutierungscenter der Bundeswehr. Dort sind nicht nur Soldaten stationiert, die wir zum Desertieren aufrufen werden, es ist der passende Ort, um unser Nein zur Wehrpflicht, zum Werben f\u00fcrs T\u00f6ten und Sterben und zur militaristischen Propaganda laut kundzutun.<\/p>\n<p>Auf unserer Anti-Milit\u00e4r-Parade feiern wir das Leben \u2013 demonstrierend, tanzend und immer in Bewegung \u2013 zusammen mit allen, die sich mit uns der Logik von Aufr\u00fcstung, Wehrpflicht und dem gro\u00dfen Sterben entziehen wollen. Gemeinsam werden wir mit Motivw\u00e4gen als Menge durch die Stra\u00dfen flie\u00dfen. Wir wollen demonstrieren, unsere Vielfalt und Entschlossenheit ausdr\u00fccken und mit uns f\u00fchren, was wir zu bieten haben: Solidarit\u00e4t und Zusammenhalt statt Angst und Gewalt. Wir bringen auch die passenden Utensilien mit: Schilder mit unseren Inhalten und bunte Sonnenschirme, Flugbl\u00e4tter und Konfettikanonen, unsere Musik, Ges\u00e4nge und Parolen sowie die besseren Ideen, Vorstellungen und Forderungen, was mit den Hunderten Milliarden stattdessen sinnvoll geschehen muss.<\/p>\n<p>Wir bringen auch unsere sehr verschiedenen Geschichten und Motivationen mit. Und trotz aller Unterschiede unter uns, sind wir uns auch in vielen Punkten einig: In Zeiten genozidaler Kriegsf\u00fchrung kann es keinen anderen Platz als an der Seite der Pal\u00e4stinenser*innen und f\u00fcr das Recht auf Leben geben.<\/p>\n<p>Wir sind das Gegenkonzept zu Gewalt und Gehorsam. Wir sind der bunte und leidenschaftliche Protest gegen Aufr\u00fcstung, gegen psychologische Mobilmachung der Gesellschaft und gegen Krieg.<\/p>\n<p><em>Rheinmetall Entwaffnen, Juli 2025<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Samstag, 30. 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