{"id":8548,"date":"2015-07-22T21:50:26","date_gmt":"2015-07-22T19:50:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=8548"},"modified":"2015-07-22T21:50:26","modified_gmt":"2015-07-22T19:50:26","slug":"antimilitaristisches-camp-in-der-altmark-26-7-3-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=8548","title":{"rendered":"Antimilitaristisches Camp in der Altmark 26. 7. &#8211; 3. 8."},"content":{"rendered":"<p>Wie bereits in den letzten Jahren wird es auch in diesem Jahr wieder ein antimilitaristisches Camp in der Altmark geben. Friedensbewegte Engagierte treffen sich f\u00fcr eine Woche in N\u00e4he des Gefechts\u00fcbungszentrums (G\u00dcZ) der Bundeswehr f\u00fcr Workshops, Diskussionen, Vortr\u00e4ge, Kultur und Widerstandsaktionen. Das diesj\u00e4hrige Camp startet am 26. Juli und ist bis zum 3. August geplant<br \/>\nDas G\u00dcZ Altmark in der Colbitz-Letzlinger Heide ist der modernste Truppen\u00fcbungsplatz Europas. Auf 232 km\u00b2 wird hier Krieg ge\u00fcbt, ausprobiert, vorbereitet mittels Gefechtsfeldsimulation, Rauchbomben, Kunstblut,Schauspieler_innen, nachgebauten kosovarischen und afghanischen D\u00f6rfern. Aufstandsbek\u00e4mpfung bis Interventionskriege werden von Luft- und Bodentruppen simuliert. Die milit\u00e4rischen Anlagen werden vom &#8222;Rheinmetall Dienstleistungszentrum Altmark\u00e2\u0080\u009c privatwirtschaftlich betrieben. EU Battlegroups und Natomilit\u00e4rs nutzen den Platz. Beispielsweise absolvieren Bundeswehr-Soldat_innen f\u00fcr ihren Auslandseinsatz ein zweiw\u00f6chiges Kampftraining und werden dann samt ihrer Ausr\u00fcstung direkt nach Afghanistan verfrachtet. Rund 25.000 Soldaten aus Deutschland, Frankreich, \u00d6sterreich, Belgien und Luxemburg durchlaufen j\u00e4hrlich das Gefechts\u00fcbungszentrum. &#8222;Hier beginnt der Krieg, der weltweit gef\u00fchrt wird &#8211; hier ist er folglich auch angreifbar! &#8211; sind sich Friedensbewegte einig.<\/p>\n<p>Das Camp in Potzehne (s\u00fcdlich von Gardelegen) wird Menschen aus der Friedensbewegung und aus antimilitaristischen und emanzipatorischen Bewegungen zusammenbringen.. Eingeladen sind alle, die der zunehmenden Militarisierung der Gesellschaften entgegentreten wollen. &#8222;Abr\u00fcstung bleibt Handarbeit. Wir k\u00f6nnen nicht auf die Politik vertrauen, sondern m\u00fcssen die Dinge selbst in die Hand nehmen.\u201c hei\u00dft es im diesj\u00e4hrigen Aufruf. &#8222;Mit vielf\u00e4ltigen Aktionen werden wir die scheinbare Normalit\u00e4t der kriegerischen Verh\u00e4ltnisse offenlegen, st\u00f6ren, blockieren: Sp\u00fcrbare Steine im Getriebe sein. Uns gegen\u00fcber stehen\u00a0 dabei m\u00e4chtige geopolitische und \u00f6konomische Interessen der krisengesch\u00fcttelten kapitalistischen Industriestaaten, die immer mehr mit kriegerischen Mitteln um die letzten Ressourcen, Einflussbereiche und M\u00e4rkte k\u00e4mpfen.<br \/>\nDer \u00fcber 100 Millionen Euro teure Bau der gigantischen Geisterstadt Schn\u00f6ggersburg auf dem Gel\u00e4nde des G\u00dcZ soll der Erprobung st\u00e4dtischer Aufstandsbek\u00e4mpfung dienen. Dadurch gewinnt der Truppen\u00fcbungsplatz immer mehr an Bedeutung f\u00fcr die NATO und k\u00fcnftige Kriege. Ein U-Bahn Tunnel, Infrastruktur, Elendsviertel, Einfamilien- und Hochh\u00e4user, Industriehallen, ein Flussbett und eine Innenstadt sind geplant. Bis 2016 sollen etwa 150 Geb\u00e4ude stehen und dann soll dort auch der \u00dcbungsbetrieb beginnen. &#8222;Mit dem Camp wollen wir auch diesen zentralen Ort der Kriegsvorbereitung sichtbar machen\u201c, so Hanna aus dem Vorbereitungskreis des Camps.<br \/>\nDas diesj\u00e4hrige Campprogramm umfasst unter anderem einen Workshops zu den Verquickungen zwischen R\u00fcstungsindustrie und Politik, einen Vortrag der BI &#8222;Offene Heide&#8220; &#8222;Die Heide und das G\u00dcZ&#8220;, eine antikapitalistische Lesung, einen Film \u00fcber den zapatistischen Widerstand, aber auch politisches Puppenspiel und Konzerte und einen Workshop zum Umgang mit Bu\u00dfgeldandrohungen f\u00fcr das Betreten des Platzes.\u00a0 Au\u00dferdem wird die &#8222;Tour de natur\u00e2\u0080\u009c, eine Fahrraddemo zu Verkehrspolitik, die sich auch energie- und friendespolitisch engagiert, vom 29. zum 30. Juli einen Zwischenstopp auf dem Camp machen. Der 1. August wird als Aktionstag mit Mahnwachen, Demos und weiteren antimilitaristischen Aktionen einen aktiv-widerst\u00e4ndigen Abschluss des Camps bilden.<br \/>\nMit dem Camp soll auch die mehr als 20-j\u00e4hrge Arbeit der B\u00fcrgerinitiative OFFENe HEIDe unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>Weitere Informationen und Kontakt:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.war-starts-here-camp-2015.org\/\">http:\/\/www.war-starts-here-camp-2015.org\/<\/a><br \/>\nHanna Poddig: 0175 9767027<br \/>\n<a href=\"mailto:presse@war-starts-here-camp-2015.org\">presse@war-starts-here-camp-2015.org<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie bereits in den letzten Jahren wird es auch in diesem Jahr wieder ein antimilitaristisches Camp in der Altmark geben. 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