{"id":9130,"date":"2016-03-01T23:40:26","date_gmt":"2016-03-01T21:40:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=9130"},"modified":"2016-03-04T21:28:37","modified_gmt":"2016-03-04T19:28:37","slug":"codepink-internationale-presseerklaerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=9130","title":{"rendered":"CODEPINK verteidigt erfolgreich Preisverleihung in Bayreuth"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff00ff;\"><a style=\"color: #ff00ff;\" href=\"http:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=9117\">Original english version:<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff00ff;\"><a style=\"color: #ff00ff;\" href=\"http:\/\/www.codepink.org\/struggle_in_bayreuth_germany_over_award\">http:\/\/www.codepink.org\/struggle_in_bayreuth_germany_over_award<\/a><\/span><\/p>\n<p>Zur sofortigen Ver\u00f6ffentlichung<\/p>\n<p>CODEPINK INTERNATIONALE PRESSEERKL\u00c4RUNG \u2013 2016-03-01<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Medea Benjamin, Mitbegr\u00fcnderin von CODEPINK, Medea@codepink.org, +1 415 235-6517<\/p>\n<p>Elsa Rassbach, CODEPINK Sprecherin in Deutschland, elsarassbach@gmail.com, +49 170 738 1450<\/p>\n<p>Oberst i.R. Ann Wright, CODEPINK-Delegierte nach Bayreuth, annw1946@gmail.com, +1 808 741-1141<\/p>\n<p><strong>CODEPINK benennt sieben Delegierte, die im April nach Bayreuth reisen werden um den Wilhelmine-Toleranz-Preis entgegenzunehmen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>CODEPINK WOMEN FOR PEACE Aktivistinnen planen eine Vortragsreise in Deutschland 7.-19. April 2016.<\/strong><\/p>\n<p>M\u00e4rz 2016 \u2014 \u00a0Am Montag benannte CODEPINK die sieben Delegierten, die nach Bayreuth reisen werden, um den Wilhelmine-von-Bayreuth-Preis f\u00fcr Toleranz und Humanit\u00e4t in kultureller Vielfalt am 15. April \u00a02016 entgegen zu nehmen. Der Bayreuther\u00a0Preis, mit 10.000 \u00a0Euro dotiert, \u00a0wird von den CODEPINK-Mitgliedern Toby Blom\u00e9, Martha Hubert und Barbara Briggs-Letson aus\u00a0Kalifonien; Leslie Harris aus Texas; Josie Lenwell aus New Mexico; Elsa Rassbach aus Colorado und Deutschland und Ann\u00a0Wright aus Hawaii entgegengenommen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>CODEPINK WOMEN FOR PEACE ist eine international anerkannte US-amerikanische Friedens- und Menschenrechtsorganisation, an\u00a0die schon zahlreiche Preise verliehen wurden, wie der renommierte Aachener Friedenspreis 2014.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 24. Februar best\u00e4tigten die Mitglieder des Bayreuther Stadtrates, dass CODEPINK den Wilhelmine-Preis in einer\u00a0\u00f6ffentlichen Zeremonie am 15. April 2016 verliehen bekommt. Der Stadtrat hatte bereits beinahe zwei Jahre zuvor auf\u00a0Empfehlung der Bayreuther Universit\u00e4t beschlossen, den Preis 2016 an CODEPINK zu verleihen, und im Juni 2015 gab die Stadt\u00a0eine Presseerkl\u00e4rung heraus, um die Preisverleihung anzuk\u00fcndigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber im Februar d. J. hatten Beitr\u00e4ge in der Zeitung &#8222;The Jerusalem Post&#8220; eine Debatte in den deutschen Medien \u00fcber die\u00a0Verleihung durch Bayreuth an CODEPINK ausgel\u00f6st. In seinen Beitr\u00e4gen in der Jerusalem Post hatte der Journalist Benjamin\u00a0Weinthal, ein \u201eResearch Fellow\u201c der neokonservativen US-amerikanischen \u201eStiftung f\u00fcr die Verteidigung der Demokratien\u201c\u00a0(Foundation for the Defense of Democracies), dessen F\u00fchrungsgremium den fr\u00fcheren CIA-Leiter James Woolsey zum Vorsitzenden\u00a0hat, die Teilnahme der Mitbegr\u00fcnderin von CODEPINK, Medea Benjamin, an einer Konferenz im Iran 2014 kritisiert. Herr\u00a0Weinthal hat auch behauptet, dass CODEPINK das Existenzrecht Israels verneint, was Sprecherinnen von CODEPINK wiederholt\u00a0zur\u00fcckgewiesen haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>CODEPINK unterst\u00fctzt wie auch die J\u00fcdische Stimme f\u00fcr gerechten Frieden in Deutschland (http:\/\/www.juedische-stimme.de\/?p=1931) und den USA und viele andere Gruppen die von Pal\u00e4stinensern angef\u00fchrte internationale Bewegung Boykott, Divestment\u00a0und Sanktionen (BDS) in Bezug auf die besetzten Gebiete und bef\u00fcrwortet einen Konsumentenboykott von Produkten von u. a.\u00a0israelischen Firmen, die unter Benutzung von Ressourcen, die den Pal\u00e4stinensern geh\u00f6ren (wie z. B. das Salz aus dem Toten\u00a0Meer), produziert werden. CODEPINK hat neulich zusammen mit der US-amerikanischen Jewish Voices for Peace zu einem Boykott\u00a0von Urlaubswohnungen durch AirBnB aufgerufen, die Unterk\u00fcnfte f\u00fcr Touristen in den illegalen israelischen Siedlungen im\u00a0Westjordanland anbietet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Oberb\u00fcrgermeisterin von Bayreuth, Frau Brigitte Merk-Erbe, hat einige Beschwerdebriefe erhalten, aber auch viele Briefe\u00a0von Unterst\u00fctzer*innen von CODEPINK in Deutschland, den USA, und anderswo \u2013 auch von prominenten Sprecher*innen der\u00a0deutschen j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung. Auch CODEPINK-Delegierte haben an die Oberb\u00fcrgermeisterin geschrieben.<\/p>\n<p>(http:\/\/www.codepink.org\/letters_to_mayor_brigitte_merk_erb).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach Sichtung der von CODEPINK zur Verf\u00fcgung gestellten Unterlagen und einer ausf\u00fchrlichen Diskussion in der\u00a0Stadtratssitzung am 24. Februar hat eine Mehrheit des Stadtrats die Entscheidung best\u00e4tigt, den mit 10.000 Euro dotierten\u00a0Bayreuther Preis 2016 in einer \u00f6ffentlichen Feier am 15. April an CODEPINK Women for Peace zu verleihen. Bei der\u00a0Stadtratssitzung am 24. Februar hat kein einziges Mitglied des Bayreuther Stadtrats daf\u00fcr geworben, die Preisverleihung an\u00a0CODEPINK abzuerkennen, wie es die Oberb\u00fcrgermeisterin vorgeschlagen hatte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Mitglied der CODEPINK-Delegation nach Bayreuth aus New Mexico, Josie Lenwell, Fotografin und Psychotherapeutin, schrieb\u00a0in ihrem Brief an OB Merk-Erbe: \u201eMindestens die H\u00e4lfte der Delegation, die nach Bayreuth kommt, ist j\u00fcdisch. Wir alle haben\u00a0Familienmitglieder im Holocaust verloren und wir sind Enkel und Urenkel der \u00dcberlebenden des Holocaust. Wie k\u00f6nnten wir\u00a0verleugnen, was geschehen ist? Wir stehen auf der Seite des j\u00fcdischen und des arabischen Volkes. Wir stehen auf der Seite\u00a0aller V\u00f6lker und wir sind gegen alle Versuche einer Gruppe, eine andere Gruppe zu unterdr\u00fccken. Als Juden haben wir eine\u00a0lange und traurige Geschichte der Unterdr\u00fcckung und des V\u00f6lkermordes. Als Juden werden wir nicht unsere Unterdr\u00fcckung und\u00a0unseren erlebten V\u00f6lkermord missbrauchen, um die Unterdr\u00fcckung anderer zu rechtfertigen. Wir sind gegen Zionismus, weil wir\u00a0wissen, dass Zionismus nicht Judentum ist. Keine Gruppe der Menschheit ist hat Vorrang vor, oder ist \u00fcberlegen \u00fcber eine\u00a0andere Gruppe.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ann Wright von CODEPINK, Oberst der US-Armee im Ruhestand und ehemalige Diplomatin, die im April mit der Gruppe nach\u00a0Bayreuth reist, betonte: \u201eCODEPINK hat nie Erkl\u00e4rungen gemacht, die das Existenzrecht Israels verneinen. Aber wir bestehen\u00a0darauf, dass Israel seine illegalen Handlungen in der West Bank und Gaza beendet. Wir sind der festen Meinung, dass sich\u00a0Israel an internationales Recht halten und tats\u00e4chliche Gleichberechtigung aller seiner j\u00fcdischen und arabischen\u00a0Staatsb\u00fcrger*innen verwirklichen muss. Viele j\u00fcdische Israelis vertreten die gleiche Position.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Medea Benjamin, zu ihrer Teilnahme an einer Konferenz 2014 in Teheran befragt, sagte, dass, sie nicht, wie Herr Weinthal in\u00a0seinen Beitr\u00e4gen in der Jerusalem Post angedeutet hat, \u00a0an der 2006 von der iranischen Regierung gef\u00f6rderten Konferenz\u00a0teilgenommen habe, zu der Mahmoud Ahmadenijad (iranischer Pr\u00e4sident 2005 bis 2013) auch Holocaustleugner eingeladen hatte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eIch bin dreimal in den Iran gereist, immer mit dem Ziel, Toleranz und Diplomatie zu unterst\u00fctzen. Bei der Konferenz von\u00a02014 war ich eingeladen, um mein neues Buch \u00fcber die Drohnenkriegsf\u00fchrung vorzustellen. Ich reiste mit US-amerikanischen\u00a0Gelehrten dorthin, die an der Vereinbarung mit dem Iran \u00fcber atomwaffenf\u00e4higes Material arbeiteten, einer Sache, die\u00a0CODEPINK aktiv unterst\u00fctzt hat. Ich habe meine Zeit im Iran damit zugebracht, dar\u00fcber zu sprechen, wie wichtig es ist, zu\u00a0einem Abkommen zu kommen, um einen weiteren katastrophalen Krieg zu verhindern. Wir glauben an die Diplomatie von Mensch zu\u00a0Mensch\u201c, erkl\u00e4rte sie, \u201eund wie bei jeder Diplomatie nehmen wir nicht an, dass alle Leute, die wir treffen, dieselben\u00a0Standpunkte vertreten wie wir. W\u00fcrde ich einen Holocaust-Leugner treffen, w\u00fcrde ich ihm mit deutlichen Worten sagen, dass\u00a0seine Ideen emp\u00f6rend, unwahr, gef\u00e4hrlich und sehr schmerzhaft f\u00fcr j\u00fcdische Menschen und viele andere sind. Ebenso\u00a0argumentiere ich gegen jeden Rassisten, den ich in den USA treffe.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Elsa Rassbach, Sprecherin von CODEPINK in Deutschland, erinnerte sich daran, dass nach der Abstimmung im Bayreuther\u00a0Stadtrat am 24. Februar, sie kurz im B\u00fcro der Oberb\u00fcrgermeisterin vorbeischaute, um mitzuteilen, dass CODEPINK gerne mit\u00a0der Oberb\u00fcrgermeisterin, der Stadt und der Universit\u00e4t zusammenarbeiten werde, um sicherzustellen, dass die Preisverleihung\u00a0am 15. April ein Erfolg werde. \u201eIch hatte den Eindruck, dass die B\u00fcrgermeisterin sich wirklich \u00fcber meine tolerante\u00a0Einstellung gefreut hat,\u201c sagte Frau Rassbach, die in den USA beim \u00f6ffentlich-rechtlichen Fernsehen als Executive Producer\u00a0arbeitete und jetzt selbst\u00e4ndige Dokumentarfilmemacherin und Journalistin ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit dem Wilhelmine-Toleranz-Preis wurden u. a. schon \u00a0Madjigu\u00e8ne Ciss\u00e9, die Gr\u00fcnderin des Frauennetzes f\u00fcr nachhaltige\u00a0Entwicklung in Afrika, Hassan ibn-Talal aus Jordanien, und der israelische Dirigent Daniel Barenboim ausgezeichnet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Verbindung mit der Reise nach Bayreuth zum Empfang des Preises plant die CODEPINK-Delegation eine Vortragsreise in\u00a0Deutschland vom 7. bis 19. April. \u201eWir alle bei CODEPINK und viele andere hier in Deutschland freuen uns auf produktive\u00a0Diskussionen dar\u00fcber, wie deutsche und US-B\u00fcrger*innen, so wie B\u00fcrger*innen aller L\u00e4nder, zusammenarbeiten k\u00f6nnen, um eine\u00a0gerechtere und friedlichere Welt zu schaffen,\u201c sagte Elsa Rassbach.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Daten zur Vortragsreise werden demn\u00e4chst ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kurze Autobiografien der CODEPINK-Delegierten sind im Anhang.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>##############<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>CODEPINK &#8211; FRAUEN F\u00dcR DEN FRIEDEN<\/p>\n<p>DELEGATIONSREISE nach DEUTSCHLAND; APRIL 2016<\/p>\n<p>KURZE AUTOBIOGRAFIEN DER DELEGIERTEN<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die drei mit Sternchen (*) gekennzeichnete Delegationsmitglieder werden w\u00e4hrend der ganzen Reise, die in K\u00f6ln beginnt\u00a0(7.-8. April) die Rednerinnen sein. Die anderen Teilnehmerinnen werden sich in Berlin am 10. April der Gruppe anschlie\u00dfen.\u00a0Danach wird die ganze Delegation zusammen in Berlin (10.-14. April), Bayreuth (14.-16. April), Kaiserslautern\/Ramstein\u00a0(17.-18. April), und Stuttgart (April 18-19) sein, u.a.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>__________________________<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>* TOBY BLOM\u00c9<\/strong> ist aktiv in CODEPINK San Francisco und als Organisatorin t\u00e4tig. 2009 begann Toby die j\u00e4hrlich und \u00fcber Wochen\u00a0stattfindenden Proteste beim LuftwaffenSt\u00fctzpunkt Creech AFB in Nevada zu organisieren. Die US-Luftwaffe steuert von dort\u00a0aus die bewaffneten Reaper- und Predator-Drohnen f\u00fcr illegale, gezielte T\u00f6tungen in Afghanistan, \u00a0Jemen, Pakistan, Somalia\u00a0und weiteren Staaten und f\u00fchrt auch T\u00f6tungsauftr\u00e4ge f\u00fcr die CIA aus. Im M\u00e4rz 2015 schlossen sich vier weitere\u00a0Friedensorganisationen dem Protest von CODEPINK in Creech an unter dem Motto \u201eSchlie\u00dft Creech!\u201c. 150 Aktivisten aus 20\u00a0verschiedenen US-Bundesl\u00e4ndern nahmen an der Aktion teil, unter anderen 50 Kriegsveteranen. Au\u00dferdem hat Toby 2010 den\u00a0monatlichen zweit\u00e4gigen Protest vor dem Luftwaffenst\u00fctzpunkt Beal AFB initiiert, einem St\u00fctzpunkt f\u00fcr \u00dcberwachungsfl\u00fcge mit\u00a0Drohnen vom Typ Global Hawk. Im Jahr 2012 reisten Toby und Ann Wright mit 32 anderen US-Amerikaner*innen als Teil einer\u00a0CODEPINK-Friedensdelegation nach Pakistan, um sich mit Opfern von US-Drohnen-Angriffen zu treffen. Toby ist im Ruhestand\u00a0und hat als Physiotherapeutin und als Lehrerin gearbeitet. Sie ist Mutter zweier Kinder aus einer multikulturellen\u00a0t\u00fcrkisch-amerikanischen Ehe. Sie hat in Istanbul gelebt und gearbeitet. Wegen ihrer Erfahrungen ist sie sehr besorgt \u00fcber\u00a0die schlimmen Auswirkungen des US-\u201eKrieges gegen den Terror\u201c f\u00fcr muslimische L\u00e4nder.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>BARBARA BRIGGS-LETSON<\/strong> ist eine pensionierte Krankenschwester und Hebamme und auch als Gro\u00dfmutter eine Friedensaktivistin.\u00a0Sie hat sich mit den Familien von Drohnen-Opfern in Pakistan getroffen und wei\u00df sehr gut, was es hei\u00dft, wenn von\u00a0\u201eKollateralsch\u00e4den\u201c durch US-Drohen gesprochen wird. Sie hat gegen die Ausbildung und die T\u00e4tigkeit von Drohnen-Piloten bei\u00a0den Luftwaffenst\u00fctzpunkten Creech AFB in Nevada und Beale AFB in Kalifornien protestiert. \u00a0Beim interimistischen US-Botschafter und bei Vertretern des pakistanischen Milit\u00e4rs in Islamabad hat sie gegen die Drohnenpolitik der USA\u00a0argumentiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>LESLIE HARRIS<\/strong> ist eine Basisaktivistin, \u00a0Organisatorin und Koordinatorin f\u00fcr CODEPINK im Gro\u00dfraum Dallas, f\u00fcr die \u201eNorth\u00a0Texas Light Brigade\u201c und in der Ortsgruppe 106 von \u201eVeterans For Peace\u201c. Als Erzieherin und Mutter dreier Kinder, die in\u00a0Texas lebt, hat sie ihre Best\u00fcrzung \u00fcber die Politik von George W. Bush als Gouverneur von Texas und sp\u00e4ter als Pr\u00e4sident\u00a0in die Friedens- und Gerechtigkeitsbewegung eingebracht. Sie ist im Beirat des Dallas Peace Center, ist ein\u00a0Gr\u00fcndungsmitglied des North Texas Civil Rights Project und sie geh\u00f6rt zu den \u201eDallas Six\u201c, einer Gruppe von B\u00fcrgern, die\u00a0mit Gerichtsprozessen versuchen, die Meinungs- und Rede-Freiheit zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>MARTHA HUBERT<\/strong> ist eine Aktivistin aus der CODEPINK-Gruppe San Francisco. Sie beteiligt sich an einer w\u00f6chentlich\u00a0stattfindenden Mahnwache im Stadtzentrum von San Francisco, die sich auf Themen von Frieden und Gerechtigkeit konzentriert,\u00a0wie \u201eBlack Lives Matter\u201c, Klima-Gerechtigkeit, &#8222;Stoppt die Massenverhaftungen&#8220;, Freiheit f\u00fcr Chelsea Manning und Mumia Abu\u00a0Jamal, Beendet die Bombardierung Jemens, und Stoppt die Killerdrohnen. Sie hat mehrfach die Proteste in Beale AFB und\u00a0Creech AFB mitorganisiert und daran teilgenommen, und sie geh\u00f6rte zu der Gruppe von 34 AktivistInnen, die im Fr\u00fchling 2015\u00a0vor Creech verhaftet wurden \u2013 ihre zweite Festnahme dort. Martha hat Kunst und Architektur studiert und verdiente ihren\u00a0Lebensunterhalt viele Jahre als K\u00fcnstlerin (marthahubert.com). Ihr Schwerpunkt lag zuerst bei Drucktechniken, sp\u00e4ter bei\u00a0der Malerei. Sie ist als Ehrenamtliche in einem Wohn- und Behandlungszentrum f\u00fcr einkommensschwache Menschen, die an AIDS\u00a0erkrankt sind, t\u00e4tig. Au\u00dferdem ist sie Mitglied des San Francisco Threshold Chores \u2013 die Frauen singen in Hospizen und f\u00fcr\u00a0andere, die im Sterben liegen. (thresholdchoir.org)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>JOSIE LENWELL<\/strong> ist seit dem Vietnamkrieg Friedensaktivistin. Sie ist im Bundesland New Mexico ans\u00e4ssig und seit langem\u00a0Mitglied von CODEPINK, \u201eeine Basisbewegung f\u00fcr Frieden und soziale Gerechtigkeit, die sich daf\u00fcr einsetzt, US-bezahlte\u00a0Kriege und Besatzungen zu beenden, sich weltweit gegen Militarismus zu stellen und finanzielle Ressourcen umzuleiten in das\u00a0Gesundheitswesen, Bildung, \u00d6ko-Arbeitspl\u00e4tze und andere lebensbejahende Aktivit\u00e4ten.\u201c In dem Buch \u201eRemarkable Women of\u00a0Taos\u201c finden sich mehrere Artikel \u00fcber ihr Leben als Aktivistin, Fotografin und Psychotherapeutin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>* ELSA RASSBACH<\/strong> ist eine der Mitbegr\u00fcnder*innen der deutschen \u201cDrohnen-Kampagne\u201c und hat dazu beigetragen, die Diskussionen\u00a0\u00fcber die Rolle der Bundesregierung in der Unterst\u00fctzung von rechtswidrigen T\u00f6tungen mittels Drohnen durch die USA \u00fcber dem\u00a0US-Luftwaffenst\u00fctzpunkt Ramstein anzusto\u00dfen. Sie wurde inspiriert durch ihre Teilnahme an Protesten von CODEPINK an den US-St\u00fctzpunkten Creech und Beale und hat auch mit CODEPINK am Gaza-Freiheitsmarsch in Kairo 2009 und in einer Delegation nach\u00a0Gaza 2012 teilgenommen. Elsa ist in den USA geboren und aufgewachsen; ihr Vater ist 1938 aus Deutschland emigriert. Als\u00a0Studentin an der Filmakademie in Berlin (DFFB) in den sp\u00e4ten 60er und fr\u00fchen 70er Jahren war sie aktiv in den Protesten\u00a0gegen den Vietnam-Krieg. Im Folgenden arbeitete sie \u00fcber 20 Jahre lang in New York und Boston als Produzentin f\u00fcr das\u00a0\u00f6ffentlich-rechtliche Fernsehen und als unabh\u00e4ngige Filmemacherin und Drehbuchautorin, wo sie vor allem f\u00fcr ihre\u00a0preisgekr\u00f6nte Arbeit bekannt wurde, die die Geschichte der Arbeiterbewegung in den USA und die K\u00e4mpfe der\u00a0Afroamerikaner*innen ins US-Abendfernsehen pr\u00e4sentierte. Seit den 90er Jahren nimmt sie auch Auftr\u00e4ge in Deutschland an.\u00a0Nach dem \u00dcberfall der USA auf Irak 2003 bekam bei ihr die Friedensarbeit oberste Priorit\u00e4t. Sie arbeitet mit mehreren US-amerikanischen und deutschen Gruppen zusammen, u.a. CODEPINK, UNAC (United National Antiwar Coalition), DFG-VK und ATTAC.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>* ANN WRIGHT<\/strong> hat 29 Jahre lang in der US-Armee und im Reservekorps gedient und hat als Oberst ihren Abschied genommen. Sie\u00a0hat au\u00dferdem 16 Jahre lang im Diplomatischen Dienst der USA gearbeitet &#8211; in den US-Botschaften in Nicaragua, Grenada,\u00a0Somalia, Usbekistan, Kirgisistan, Sierra Leone, Mikronesien, Afghanistan und der Mongolei. Im M\u00e4rz 2003 hat sie aus Protest\u00a0gegen den Irak-Krieg den Dienst quittiert. In ihrem R\u00fccktrittsschreiben hat sie auch ihre Besorgnis \u00fcber die unausgewogene\u00a0Politik der USA in den israelisch-pal\u00e4stinensischen Fragen erw\u00e4hnt. Ann Wright hat gegen die Kriege in Afghanistan und im\u00a0Irak, und gegen das rechtswidrige US-Milit\u00e4rgef\u00e4ngnis in Guantanamo auf Kuba protestiert. Sie hat sich mehrmals gegen die\u00a0Blockade Gazas durch Israel als Passagierin auf den Gaza-Freedom-Flotillas, in den Jahren 2010, 2011 und 2015 gestellt,\u00a0gegen den Einsatz von Killer-Drohnen, gegen die Verfolgung von Whistleblowern, und gegen die fortgesetzte Militarisierung\u00a0der Welt durch die USA. Sie ist Mitautorin des Buches \u201eDissent: Voices of Conscience\u201c [\u201e Dissidenten: Stimmen des\u00a0Gewissens\u201c]. Sie hat an der Creech AFB in Nevada, die eine Schl\u00fcsselrolle im Drohnenkrieg der USA spielt, protestiert und\u00a0wurde dort wegen Aktionen des zivilen Ungehorsams verhaftet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Original english version: http:\/\/www.codepink.org\/struggle_in_bayreuth_germany_over_award Zur sofortigen Ver\u00f6ffentlichung CODEPINK INTERNATIONALE PRESSEERKL\u00c4RUNG \u2013 2016-03-01 Kontakt: Medea Benjamin, Mitbegr\u00fcnderin von CODEPINK, Medea@codepink.org, +1 415 235-6517 Elsa Rassbach, CODEPINK Sprecherin in Deutschland, elsarassbach@gmail.com, +49 170 738 1450 Oberst&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":110,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[33,32,39,3],"class_list":["post-9130","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktionen","tag-atomwaffen","tag-information-diskussion","tag-kampfdrohnen","tag-pazifismus"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9130","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/110"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9130"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9130\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9148,"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9130\/revisions\/9148"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9130"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9130"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedenkoeln.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9130"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}