Kapitalismus und Krieg – Erklärung von Pax Christi zum WEF 2026 in Davos

Aufzubrechender Zusammenhang von Krieg und Kapitalismus – Erklärung der Kommission Friedenspolitik von Pax Christi

pax christi„Die Kapitalisten wollen keinen Krieg. Sie müssen ihn wollen“ (B. Brecht)

Anlässlich des Weltwirtschaftsforums vom 19. – 23. Januar 2026 in Davos nimmt die pax christi-Kommission Friedenspolitik zu den Kriegsursachen Stellung, die unserer Analyse nach wesentlich im finanzmarktkapitalistischen System begründet liegen. Die Pulverisierung der internationalen Ordnung, die sich in Wirtschaftskriegen, völkerrechtswidrigen Kriegen und militärischen Konflikten in den letzten Jahrzehnten zeigt; in jüngster Zeit besonders verheerend in der Ukraine, in Venezuela, in Palästina, im Sudan und im Kongo; geht einher mit einer immer ungleicheren Verteilung an Vermögensbildung und Lebenschancen auf der Welt und der Versuchung, wirtschaftliche Interessen an Wasser, Rohstoffen und Land durch militärische Gewalt durchzusetzen.

Den Frieden nachhaltig suchen bedeutet, unsere Gesellschaften vom irrationalen Selbstzweck, Kapital um seiner selbst willen zu vermehren, und aus den Zwängen der konkurrenzgetriebenen privaten Aneignung und des Ständig-Wachsen-Müssens zu befreien. Bert Brechts Diktum „Die Kapitalisten wollen keinen Krieg. Sie müssen ihn wollen“ bringt es auf den Punkt: Die konkurrenz-kapitalistische Grundlogik führt systemimmanent zwangsläufig zum Krieg, auch wenn das einzelne Vertreter subjektiv nicht wollen.

Die ganze Erklärung bei Pax Christi herunterladen
Die Erklärung von der Seite der DFG-VK Köln herunterladen

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