DFG-VK kündigt Kundgebung vor den Toren zur Hölle an.
Köln, 17.07.2026
Die DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen) kündigt eine
Kundgebung vor der Josef Meissner GmbH & Co KG an.
Termin: Dienstag, den 21. Juli um 14 Uhr
Ort: Bayenthalgürtel 16-20, 50968 Köln
Die Josef Meissner GmbH GmbH & Co. KG feiert dieses Jahr ihr 100jähriges Jubiläum. Die Firma
ist ein sogenannter Hidden Champion. So werden mittelständische Unternehmen genannt,
welche in einem speziellen Marktsegment eine international bedeutende Stellung besitzen. Von
diesem Kölner Hidden Champion (verborgener Marktführer) hat die Stadtöffentlichkeit bisher
tatsächlich kaum Kenntnis genommen. In diesem Fall sprechen wir von einem Marktführer,
welcher weltweit Munitionsfabriken baut. Die Ingenieure des Todes planen, konstruieren und
errichten Produktionsanlagen zur Herstellung von Granaten, Raketen und Munition.
Wilhelm Vollmann, ein 86jähriges DFG-VK Mitglied erinnert sich „Der Firmengründer Josef
Meissner hatte nach Auskunft der rheinland-pfälzischen Landesregierung Anteile an dem in der
Eifel ansässigen Sprengstoffunternehmen Espargit. Auf dem Gelände dieser Firma lagerten
Giftgasgranaten aus dem 1. Weltkrieg.“
Die DFG-VK wird im Rahmen ihrer Friedensfahrradtour NRW am 21.07. um 14 Uhr eine
Protestkundgebung vor der Josef Meissner GmbH & Co. KG durchführen, um die
Machenschaften dieses weltweit tätigen Kölner Rüstungsunternehmen ans Licht der Kölner
Stadtöffentlichkeit zu bringen.
Vorab wird im Friedenspark, Hans-Abraham-Ochs-Weg 1, 50678 Köln-Südstadt um 13 Uhr eine
Henkersmahlzeit eingenommen, um dann so gestärkt den Ingenieuren des Todes gegenüber zu
treten.
Ein Geschäftsfeld der Josef Meissner GmbH & Co. KG ist die Explosivstoffentsorgung aus nicht
mehr benutzbarer Munition. Die verschossene und nicht explodierte Munition (Blindgänger)
gehört nicht dazu. Die in den von der Josef Meissner GmbH & Co KG errichteten
Munitionsfabriken produzierten Sprengstoffe gefährden bereits heute weltweit Menschen in
Kriegs- und Krisengebieten. Bauern sind in Lebensgefahr, wenn sie ihr Land beackern und auf
einen Blindgänger treffen. In Deutschland ist es üblich, bei Tiefbauarbeiten Spezialisten zu
holen, welche den Boden nach gefährlichen Überbleibseln aus dem 2. Weltkrieg untersuchen. In
den meisten Ländern der Erde ist das nicht der Fall, dort setzen auch Bauarbeiter bei Ausübung
ihres Berufs in vormaligen Kriegsgebieten ihr Leben aufs Spiel. Von der Vergiftung der Umwelt
und der Ackerflächen mit den in den Sprengmitteln verwendeten Chemikalien ganz zu
schweigen.
Funktionsfähige Explosionsstoffe können für die davon betroffenen Individuen im wahrsten
Sinne des Wortes das Tor zur Hölle aufsprengen.

