NATO-Atomkriegsmanöver 2026 stoppen!

Protestmahnwache in Büchel am 10. Oktober 2026, 12 Uhr
Demonstration in Nörvenich am 17. Oktober 2026, 12 Uhr

TREFFPUNKTE:
Wir treffen uns jeweils zur Symbolzeit um „Fünf vor Zwölf“!
In Büchel (10. Oktober) am Kreisel vor dem Atomwaffenlager; PKW-Mitfahrkoordination nach Büchel: https://www.friedenkoeln.de/?page_id=19789
in Nörvenich (17. Oktober) am Kriegsflugplatz; dann Demo zum Schlossplatz (Kundgebung ca. 14.00–15.30 Uhr).

Ein Shuttle fährt um 11 Uhr ab Düren Bahnhof nach Nörvenich und um 16 Uhr zurück. Volxküche und Bänke vor Ort.

Ab Köln HBF mit dem RE1 nach Düren ab Fahrt Köln HBF 10:15, Ankunft Düren 10:40 dann ereicht man den Shuttle Bus zur Demo

Kulturbeiträge in Nörvenich: GehörWäsche (Köln); Gesangsduo Josie Bockholt u. Kurt Lennartz (Aachen)

 

 

Atomkrieg über Europa:

Dieses Szenario übt die NATO im Herbst dieses Jahres. Die Bundeswehr will Mitte Oktober 2026 im Rahmen des NATO-Manövers „Steadfast Noon“ erneut üben, die in Büchel lagernden Atombomben an TornadoKampfjets zu montieren und sie in den Einsatzzielen abzuwerfen. Das Manöver findet europaweit mit Beteiligung der USA, aller NATOStaaten der „nuklearen Teilhabe“ und weiterer NATO-Staaten statt.

Ein Dritter Weltkrieg wird möglich, wenn wir nicht widerstehen!

In der derzeitigen krisenhaft zugespitzten Situation ist dieses Manöver besonders verwerflich! Der völkerrechtswidrige Angriff auf den Iran sollte dessen Atomrüstung durch Bombardierungen verhindern, obwohl darüber aussichtsreiche Verhandlungen im Gange waren. Im Mai endete die Überprüfungskonferenz zum Nichtverbreitungsvertrag ergebnislos, auch weil die Atommächte ihrer Vertragsverpflichtung zu atomarer Abrüstung nicht nachkommen.

Neben der „nuklearen Teilhabe“ mit den USA beginnen Deutschland und weitere EU-Staaten eine nukleare Kooperation mit Frankreich.

Sogar eine deutsche Atombombe wird erwogen! – Ein Krieg zwischen Russland und der NATO wird von den politisch Verantwortlichen vorausgesagt. Statt auf Diplomatie und Verständigung zu setzen, wird Kriegstüchtigkeit gefordert. Milliarden Euro sollen in neue Aufrüstung und Kriegsvorbereitungen gesteckt werden – Soziales, Gesundheit, Bildung, Alters- und Pflegesicherung bleiben auf der Strecke.

Die Wehrpflicht wird schrittweise wiedereingeführt.

Dieser absurden Politik Richtung Krieg wollen wir uns widersetzen!

Weltweit gibt es über 12.000 Atomwaffen, davon sind über 4.000 sofort einsatzbereit.

Das Atomkriegsmanöver dokumentiert in erschreckender Weise die Bereitschaft der NATO und der Bundesregierung, im „Ernstfall“ einen Atomkrieg zu führen, der zumindest ganz Europa vernichten würde. Alle Atommächte rüsten gegenwärtig nuklear auf und „modernisieren“ ihre Arsenale, in 2025 für insgesamt ca. 119 Mrd. US-Dollar (USA: 69,2 Mrd.). In Büchel wird die neue B61-12-Atombombe stationiert, die endfluggesteuert noch treffgenauer eingesetzt werden kann. Dafür wurden für rund 10 Milliarden Euro 35 neue TarnkappenAtombomber vom Typ F-35 von den USA gekauft. Die derzeitigen Trägersysteme – die Tornado-Kampfjets – werden zur Zeit von Nörvenich nach Büchel zurückverlegt. Der Umbau des Fliegerhorstes Büchel für über zwei Milliarden Euro ist fast abgeschlossen. Nörvenich bleibt dennoch in das Manöver involviert: die dort stationierten Eurofighter waren schon mehrfach an „Steadfast Noon“ beteiligt.

Atomwaffeneinsatz ist ein Kriegsverbrechen.

Mit der „nuklearen Teilhabe“ verstößt die Bundesregierung gegen den Atomwaffensperrvertrag und das humanitäre Völkerrecht. Das Bundesjustizministerium weist darauf hin, dass jede Verwendung von Atomwaffen gemäß Völkerstrafrecht ein Kriegsverbrechen bedeuten würde. Demzufolge dürfen Bundeswehrsoldat*innen niemals atomare Waffen einsetzen. Somit bedeutet die Übung des Einsatzes von Atomwaffen die Vorbereitung eines potenziellen Kriegsverbrechens! Denn die Abschreckungsdrohung funktioniert nur mit der Bereitschaft zum Atomwaffeneinsatz.

Atomwaffen weltweit ächten! Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen!

Die Alternative zu weiterer atomarer Aufrüstung ist der Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) der UNO, der im Januar 2021 in Kraft getreten ist. Er verbietet Herstellung, Besitz und Einsatz von Atomwaffen. Der AVV greift damit das Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes von 1996 auf, das den Einsatz von Atomwaffen und die Drohung mit Atomwaffen als grundsätzlich völkerrechtswidrig verurteilt hat.

Flyer zum Download: Flyer zu den Aktionen

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