Abrüstung

Auf Achse für Frieden und Abrüstung: Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker unterstützt Friedensfahrradtour NRW 2017

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker begrüßt die Friedensfahrradtour NRW, die am 5. August in Köln startet und am 12. August in Bielefeld endet. In Kooperation mit der agenda21ratingen und dem Forum Ziviler Friedensdienst, Köln veranstaltet die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen e. V. (DFG-VK) NRW die Tour durch Nordrhein-Westfalen, um „gemeinsam für eine andere Politik“ zu werben.

Henriette Reker steht auf einer Treppe. Sie trägt eine dunkle geknöpfte Jacke und eine schwarze Hose und lächelt in die Kamera.

Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln. Foto: Stadt Köln

Die Radlerinnen und Radler wollen auf militärisch oder rüstungsindustriell genutzte Orte in NRW aufmerksam machen („Krieg beginnt hier!“) und treten für die atomare Abrüstung, einen Stopp der Rüstungsproduktion, die Beendigung der Kriegs- und Konfrontationspolitik und eine stärkere staatliche Förderung von Instrumenten der zivilen Konfliktbearbeitung ein. Sie betonen, dass 122 Staaten bei den Vereinten Nationen am 7. Juli 2017 einen völkerrechtlich verbindlichen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen verabschiedet haben, und verlangen, dass Deutschland dem Vertrag beitritt.

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Tour, welche ihren Urlaub mit politischem Engagement verbinden, schreibt die Kölner Oberbürgermeisterin:

Mit der Friedensfahrradtour NRW (…) setzen Sie alle ein wichtiges Zeichen. Sie demonstrieren dafür, dass man auch ohne Waffen und ohne Gewalt gemeinsam zu einer friedlicheren Welt beitragen kann. Spätestens seit 1945, mit den Abwürfen von Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki, ist unser Überleben nicht mehr im Gegeneinander, sondern nur noch im Miteinander möglich.

Sie weist darauf hin, dass die Stadt Köln seit 1985 dem Netzwerk „Mayors for Peace“ angehöre, und schreibt weiter:

Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt ist mir ein großes Anliegen. Schließlich richten sich Massenvernichtungswaffen vor allem gegen Zivilsten. Ihr Einsatz ist ein Verbrechen gegen die Menschheit. Über die wichtige Frage der Atomwaffen dürfen wir aber auch die Kriege, die aktuell weltweit stattfinden und täglich unzählige unschuldige Menschen das Leben kosten, nicht vergessen.

Wir alle leben in einer Stadt, in der Menschen aus mehr als 180 Nationen friedlich zusammenleben. Toleranz, gegenseitige Achtung und Integration bilden die Grundlage für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und damit für den Frieden auch in unserer Stadt. Mit Aktionen gegen Krieg und Umweltzerstörung wollen wir ein Zeichen setzen für den Frieden, für die weltweite Abschaffung von Atomwaffen, für eine Abrüstung und gegen Kriegseinsätze und Rüstungsexporte!

Die Friedensfahrradtour findet jeweils im August statt und ist in Veranstaltungen eingebunden, welche an die Abwürfe der beiden Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki am 6. und 8. August 1945 erinnern. In Köln lädt der Hiroshima-Nagasaki- Arbeitskreis im Kölner Friedensforum zu Kundgebungen und Gedenkfeiern am 5. und 6. August ein.


Weitere Informationen:

Hiroshima-Nagasaki-Tag / Veranstaltungen am 5. und 6. August 2017 in Köln

Zum völkerrechtlichen Atomwaffenverbotsvertrag:

ican germany: Pressemitteilung vom 7. Juli 2017 „Atomwaffen endlich verboten“

Kontakt:

Joachim Schramm, Landesgeschäftsführer der DFG-VK NRW, Tel. 0157 73729115

 

Gemeinsame Pressemitteilung des Hiroshima-Nagasaki-Arbeitskreises im Kölner Friedensforum e. V. und der DFG-VK Gruppe Köln vom 4.8.2017

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