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Drohnenkrieg: Doku noch bis 11. April 2018 in ARD-Mediathek. Widerstand muss weitergehen

Der Dokumentationsfilm „National Bird „, über den wir letztes Jahr berichteten, wurde deutsch synchronisiert und am 4. April 2018 erstmalig im Spätprogramm der ARD gezeigt.

Er ist noch bis zum 11. April in der ARD-Mediathek verfügbar. Die Dokumentation ist unbedingt sehenswert – insbesondere auch für Leute, die sich für die Bundeswehr als Arbeitgeber interessieren. Denn die Bundesregierung arbeitet trotz des Widerstands aus der Bevölkerung weiterhin an der Beschaffung von bewaffnungsfähigen Drohnen.

Die DFG-VK schreibt dazu:

Im Rahmen der „Europäischen Verteidigungsunion“ möchten die Koalitionäre die Entwicklung einer möglicherweise bewaffnungsfähigen „Euro-Drohne“ fortsetzen. Als „Übergangslösung“ sollen nicht-bewaffnete Drohnen des Typs „Heron TP“ geleast werden, deren nachträgliche Bewaffnung nur „nach ausführlicher völkerrechtlicher, verfassungsrechtlicher und ethischer Würdigung“ des Einsatzes dieses umstrittenen Waffensystems durch den Bundestag bewilligt werden darf.

Elsa Rassbach, Vertreterin der AG Kampfdrohnen in der DFG-VK, wies in ihrer Rede zum Ostermarsch 2018 darauf hin, dass von allen NATO-Staaten nur in Deutschland ein solcher Vorbehalt vereinbart wurde. Daraus ergebe sich für die Friedensbewegung die Chance, die Entwicklung oder Anschaffung von bewaffnungsfähigen oder bewaffneten Kampfdrohnen zu verhindern.

6 Friedensaktivist*innen vor dem Eingang ins OLG Düsseldorf. Sie tragen schwarze T-Shirts mit der obigen Aufschrift.

„Wir schweigen nicht!“ auf deutsch, englisch, farsi. Elsa Rassbach (3. v. r.) mit Friedensaktivist*innen vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf am 5.6.2017. Foto: Tanja Brouwers.

Sie fährt fort:

Aber wir müssen uns dafür kräftig und zeitnah einsetzen – weil der Leasingvertrag für die Heron TP Drohnen vielleicht schon vor Ende Mai 2018 dem Haushaltsausschuss im Bundestag vorgelegt werden wird. Werdet aktiv! Organisiert Aktionen und Veranstaltungen gegen die Beschaffung von Kampfdrohnen. Kontaktiert Eure Bundestagsabgeordnete mit der Forderung, dass sie sich gegen die Bewilligung der Kampfdrohnen einsetzten.

Deutschland darf nicht in das Töten und Morden mit Drohnen einsteigen. Stattdessen muss die Bundesrepublik den Verzicht Deutschlands auf die Anschaffung von bewaffneten und bewaffnungsfähigen Drohnen erklären und sich für internationale Rüstungskontrollen einsetzen – um langfristig eine Ächtung dieses gefährlichen Waffensystems zu bewirken.

Informationen zum Hintergrund und dem Erwerb des Films, sowie Material für den Schulunterricht siehe: www.nationalbird-derfilm.de.