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Frieden zum Mitmachen: jetzt mit Bundestagsabgeordneten über Syrien sprechen und Rückzug der Bundeswehr fordern!

Die Kampagne „Macht Frieden. Zivile Lösungen für Syrien“ macht darauf aufmerksam, dass der Bundestag das Mandat der Bundeswehr für den Syrien-Krieg im Oktober 2018 verlängern – oder zurückziehen – wird. Bis dahin können Gespräche mit Bundestagsabgeordneten geführt werden. Wer Lust und Zeit zum Mitmachen hat, kann gerne Kontakt zu uns (kontakt ät friedenkoeln.de) oder zur Kampagne (s. u.) aufnehmen. Hier ist der Infobrief der Kampagne:


Die nächste Abstimmung im Bundestag ist im Oktober 2018!

Friedensarbeit erfordert viele kleine Schritte – Gespräche und Konfrontationen. Was wir von den Konfliktparteien in den Kriegsgebieten in Syrien und im Irak erwarten, wagen wir im Kleinen auch bei uns: Gespräche mit denen, die vielleicht ganz anders denken.

„Macht Frieden!“ ist unsere Forderung an die Bundestagsabgeordneten: Wir verstehen viele von ihnen als potentielle oder tatsächliche Bündnispartner*innen im Streit um eine Abkehr von der Militarisierung unserer Außenpolitik. Die Regierung muss die Verlängerung der Bundeswehrmandate regelmäßig vom Parlament genehmigen lassen – die Abgeordneten müssen dabei Gewissensentscheidungen treffen. Deshalb fiel die letzte Abstimmung über das jetzt verbundene Syrien/Irak-Mandat denkbar knapp aus.

Die meisten Bundestagsabgeordneten sind keine Expertinnen und Experten in Sachen Friedenspolitik, meist nicht einmal in außenpolitischen Fragen. Trotzdem müssen sie abstimmen. Die Erfahrung zeigt, dass sie offen für Gespräche sind. Von den professionellen Lobbyist*innen in Berlin können wir lernen, dass es dabei um Beziehungsarbeit geht. Darum benötigen wir nicht in allererster Linie Wissen, sondern auch die Offenheit zur Begegnung: Viele Entscheidungen werden nicht nur aufgrund der besseren Argumente getroffen.

Eine wichtige Rolle spielt für die Abgeordneten die Stimmung in ihrem Wahlkreis. Wenn sie den Eindruck haben, es gibt Gruppen ihrer Wähler*innen, die ein bestimmtes Thema besonders interessiert, werden sie u.U. ihre Entscheidung daran orientieren. Ein erster Schritt in diese Richtung sind Gespräche mit den Abgeordneten, um ihnen zu signalisieren: ihre Entscheidung im Bundestag wird im Wahlkreis aufmerksam verfolgt und beurteilt. Deshalb wirken Gespräche im Wahlkreis. Wir versuchen dabei, unsere Anfragen an die militarisierte Außenpolitik und unser Denken in friedenslogischen Kategorien, das heißt Sicherheit zivil statt militärisch zu denken, deutlich zu machen.

Friedensarbeit braucht Aktive vor Ort: Die Vorbereitung von Gesprächen kann eine lokale Möglichkeit darstellen, Aktive zu sammeln und Interessierte mit ins Boot zu holen.

Wenn ihr Unterstützung bei der Vorbereitung oder Fragen zur Durchführung von Graswurzel-Lobbygesprächen habt, wendet euch an uns: info@macht-frieden.de