Aufruf

Mitmachen für Frieden und Abrüstung: Am Tag der Deutschen Einheit per Bus nach Kalkar!

Wir laden herzlich zur Kundgebung für Frieden und Abrüstung am Tag der Deutschen Einheit in Kalkar (#FriedensdemoKalkar #Kalkar0310) ein.

Meldet Euch bitte ab sofort verbindlich bei Michael Sünner zur Mitfahrt im Bus an: ‭0174 9509932‬ oder michael.suenner@netcologne.de.

Abfahrt des Reisebusses am

Samstag, den 3.10.2020 um 8:45 Uhr ab

Hans-Böckler-Platz (Bahnhof West, vor dem DGB-Haus), Köln.

Der Bus fährt über Düsseldorf, wo weitere Friedensfreund*innen zusteigen. Die Kundgebung beginnt um 11:30 Uhr vor der Von-Seydlitz-Kaserne, Römerstraße 122, Kalkar. Zurück geht es ab dem Markt in Kalkar um 14:45.

Preise:

16,- € Normalpreis
20,- bis 25,- € Solipreis zur Mitfinanzierung von:
10,- € ermäßigter Preis für Schüler*innen, Studierende, Sozialhilfeempfänger*innen usw.
In Kalkar erwartet uns ein vielfältiges Programm mit:
  • Jannick Berbalk (Fridays for Future, Kleve)
  • Marion Küpker (Internationaler Versöhnungsbund, DFG-VK)
  • Dorothee Dicke (DFG-VK Kleve)
  • Salossi (Liedermacher)
  • Aktion “bunt statt braun – Denkmal umwidmen”

Mehr unter www.demo-kalkar.de. Es folgt der Aufruf des “Ostermarsch Rhein-Ruhr” zur Kundgebung.

Eine Menge Leute mit Friedensfahnen, manche mit Kameras, stehen auf einem historischen Platz und schauen in Richtung Bühne, die sich links hinter dem Fotografen befinden muss.

Kundgebung für Frieden und Abrüstung zum Tag der Deutschen Einheit am 7.10.2016 auf dem Marktplatz in Kalkar. Foto: Herbert Sauerwein


Am Tag der Deutschen Einheit:
Auf nach Kalkar, für Abrüstung und Verständigung!

Ungeachtet der Corona-Krise hält der Konfrontationskurs der NATO weiter an, mit Aufrüstung und Militärmanövern in Osteuropa. Dabei spielt der Luftwaffenstützpunkt Kalkar/Uedem eine wichtige Rolle. Kalkar/Uedem ist derzeit nach Luftwaffeninformationen bereits einer der bedeutendsten Standorte der NATO weltweit. Bis Anfang 2021 soll er für mehr als 200 Millionen Euro noch weiter ausgebaut werden. Hier befinden sich mit dem Combined Air Operations Centre der NATO und dem Zentrum Luftoperationen maßgebliche Einrichtungen der Luftwaffe von NATO und Bundeswehr. Sie steuern z.B. die NATO-Flugmanöver an der russischen Grenze. Die Kommando- und Kontroll-Zentrale Kalkar/Uedem ist auch eine Drehscheibe für den Drohnenkrieg.

Ein Blumenkranz mit Grabschleifen vor dem Tor der Von-Seydlitz-Kaserne

“Die Friedensbewegung in NRW” und “Wir gedenken der Drohnen- und Bombenopfer” – Trauerkranz vor der Von-Seydlitz-Kaserne, Kalkar, 7.10.2016. Foto: Herbert Sauerwein

Die Luftleitzentrale in Kalkar würde auch in einem Atomkrieg eine zentrale Rolle spielen. Die Möglichkeit eines solchen Krieges wächst: Alle Atomstaaten rüsten ihre Arsenale auf, Rüstungsbegrenzungsabkommen wie der INF-Vertrag wurden von den USA aufgekündigt oder laufen aus. Für die kommenden Jahre plant die NATO, in Büchel (Eifel) neue, zielgenauere US-Atombomben anstelle der alten zu stationieren, die von Bombern der Luftwaffe abgeworfen werden können. Die Bundeswehr soll dazu neue Atombomber bekommen. Sie sind Teil der umstrittenen Nuklearen Teilhabe der NATO. Für die Flugdaten und Flugkontrolle der Atombomber ist Kalkar/Uedem zuständig.

Das Joint Air Power Competence Center (JAPCC) in Kalkar, eine wichtige Strategieschmiede der Nato, hält einen großen Krieg in Europa für immer wahrscheinlicher, auf seinen Jahreskonferenzen werden dafür denkbare Szenarien beraten. Wenn es in Europa zu einer solchen Eskalation mit unabsehbaren Folgen kommen sollte, dann ist eine der Schaltzentralen für das Inferno der militärische Standort Kalkar/Uedem. Damit ist Kalkar dann auch eines der vorrangigen Ziele möglicher gegnerischer Atomschläge mit katastrophalen Folgen für die Zivilbevölkerung.

Wenn wir das verhindern wollen, müssen wir heute aktiv werden! Der Zwei-Plus-Vier-Vertrag zur deutschen Einheit verlangt von unserem Land eine Politik des Friedens. Nur ein Ende der Konfrontationspolitik und die Aufnahme von Verhandlungen über Rüstungskontroll- und Abrüstungsverträge und zur Klärung anstehender Streitfragen können den Frieden in Europa sichern. Daher rufen wir auf, mit uns am 3. Oktober 2020 für den Frieden und für die Schließung der brandgefährlichen Anlagen in Kalkar/Uedem, die unser aller Leben bedrohen, zu demonstrieren.

Wir fordern:

  • Abrüstung statt Kriegsvorbereitung!
  • Ende der Stationierung der US-Atombomben in Büchel, nein zu einem neuen Atombomber für die Bundeswehr, Ausstieg Deutschlands aus der Nuklearen Teilhabe der NATO
  • Keine Kampfdrohnen für die Bundeswehr!
  • Ende der Eskalationspolitik gegenüber Russland, stattdessen Einrichtung einer gesamteuropäischen Sicherheitsordnung, die die Interessen aller Staaten des Kontinents berücksichtigt, aufbauend auf der OSZE.
  • Abbau des Zentrum Luftoperationen in Kalkar/Uedem und anderer NATO-Einrichtungen in NRW und deren Umwandlung für zivile Zwecke!
  • Den Ausbau einer Friedens-Akademie in Kalkar/Uedem, die konkret zivile Konfliktlösungsstrategien und die Friedenssicherung ohne Militär weiterentwickeln und dem Frieden in Europa dienen soll
  • Stärkung der zivilen Wirtschafts- und Infrastruktur im Raum Kalkar (z.B. im Gesundheitssektor) statt des weiteren Ausbaus der Militäranlagen!
  • Statt Hochrüstung soll das Geld in die Daseinsvorsorge fließen: Klimagerechtigkeit, Gesundheit, Sozialpolitik, Bildung und Kultur!
Ein Demozug mit Friedensfahnen und Transparenten.

Kundgebung für Frieden und Abrüstung zum Tag der Deutschen Einheit am 7.10.2016 in Kalkar. Foto: Herbert Sauerwein