Ukraine: Verfahren gegen Journalisten und Kriegsdienstverweigerer Kotsaba eingestellt

Bereits am 14. Juli 2016 erkärte Connection e. V., dass der ukrainische Kriegsdienstverweigerer Ruslan Kotsaba vom Berufungsgericht aus Mangel an Beweisen freigesprochen und aus der Haft entlassen worden war. Der 49jährige Journalist war am 12. Mai 2015 vom Gericht der 1. Instanz in Iwano-Frankiwsk wegen “Behinderung der rechtmäßigen Aktivitäten der Streitkräfte der Ukraine” zu 3,5 Jahren Haft verurteilt worden.

Ruslan Kotsaba hatte sich am 23. Januar 2015 in einer Videobotschaft an den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko gewandt und erklärt, er werde die Einberufung verweigern.

Uliana Kotsaba, Kai Ehlers (Mitte) mit Unterstützern am 2.6.2016 in Köln

Uliana Kotsaba, Kai Ehlers (Mitte) mit Unterstützern am 2.6.2016 in Köln

Er hatte seine Landsleute aufgerufen, ebenfalls den Kriegsdienst zu verweigern und sich der Einberufung in die Armee zu widersetzen.

Die internationale Kampagne zur Unterstützung Ruslan Kotsabas war vor allem von Connection e.V. und der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen vorangetrieben worden. Im Mai 2016 informierten wir zahlreiche Passanten in der Kölner City über Ruslan Kotsabas Kampf gegen den Krieg. Und am 2. Juni 2016 sprach Uliana Kotsaba, Ruslans Ehefrau, darüber im Kölner Allerweltshaus.

Wir freuen uns mit den Eheleuten Kotsaba und allen Unterstützern über die Einstellung des Verfahrens und die Entlassung Ruslan Kotsabas aus der Untersuchungshaft.

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